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wirtschaft : Kaffeeproduktion startet in Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach einem Jahr Bau und Personalsuche rollen jetzt die ersten Kapseln vom Band

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 20:45 Uhr

Die ersten Lkw voll mit „Dolce Gusto“-Kaffeekapseln haben das neue Werk im Industriepark Schwerin verlassen. 450 Bauarbeiter und mehr als 100 Nestlé-Mitarbeiter haben mit minutiöser Planung dafür gesorgt, dass die Maschinen pünktlich die Produktion aufnehmen konnten – nach nur einem Jahr Bauzeit.

Nachdem im 50 000 Quadratmeter großen Werk zunächst zwei so genannte Linien in Betrieb genommen wurden, sollen in den kommenden Monaten weitere ergänzt und die Kapselmengen erhöht werden, sagt Werkleiter Jens Ehrhardt, der den Neubau des modernsten Kaffeekapsel-Werkes Europas auch über Monate begleitet hat. Hierfür stellt Nestlé in Schwerin auch weiterhin Mitarbeiter ein, die bis Ende des Jahres im Vierschichtsystem an vier Linien Kaffeekapseln herstellen werden. Perspektivisch sind vom Lebensmittelriesen bis zu zwölf Produktionslinien und 450 Mitarbeiter versprochen worden. Damit wird Nestlé zu einem der größten Arbeitgeber in der Region. Daher sprachen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Erwin Sellering bei der Grundsteinlegung am 31. Mai 2013 von einer „wichtigen Investition für das ganze Land“.

Schwerin wird so – nach Girona (Spanien) und Tutbury (Großbritannien) – dritter und größter Produktionsstandort für die Nescafé Dolce Gusto Kapseln. Rund 300 Millionen Kaffeekapseln werden alleine in diesem Jahr noch das neue Werk in Schwerin verlassen.

Seit März hat Nestlé im Neubau die Produktionsabläufe getestet. In dieser Zeit wurden mehr als 42 000 Kilogramm Grünkaffee angeliefert – ein Gewicht von sieben ausgewachsenen Elefanten. Für die Weiterverarbeitung zeichnen derzeit im Zweischichtsystem rund 50 Mitarbeiter in Produktion, Technik, Lager und Qualität verantwortlich. Sie rösten und mahlen die Kaffee-Bohnen, füllen sie in Kapseln ab und verpacken diese, ebenso warten sie die Anlagen und sorgen für eine reibungslose Auslieferung nach Deutschland, später auch für den Export nach Ost- und Nordeuropa.

Insgesamt 220 Millionen Euro hat Nestlé investiert, davon fast 50 Millionen Euro Fördermittel. Das Gebäude setzt mit moderner Produktionstechnik, viel Glas und lichtdurchfluteten Arbeitsplätzen neue Standards in der Produktion, wirbt der Lebensmittelproduzent für seinen Neubau, der voraussichtlich nach den Sommerferien offiziell eingeweiht wird.
 

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