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Nebenkosten steigen um etwa zehn Prozent : Kälte treibt Mietkosten in die Höhe

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Dem eiskalten Beginn dieses Jahres wird im kommenden Frühjahr ein ebensolches Erwachen folgen: Mieter müssen sich wegen der Zusatzkosten fürs Heizen auf gepfefferte Nachzahlungen bei den Nebenkosten gefasst machen.

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erstellt am 04.Apr.2013 | 08:28 Uhr

Rostock/Hamburg | Dem eiskalten Beginn dieses Jahres wird im kommenden Frühjahr ein ebensolches Erwachen folgen: Mieter müssen sich wegen der Zusatzkosten fürs Heizen auf gepfefferte Nachzahlungen bei den Nebenkosten gefasst machen. Nach Berechnungen des Hamburger Mietervereins wird die nächste Heizkostenabrechnung wegen der aktuell anhaltenden Kälte um zehn Prozent höher ausfallen als die für das Jahr 2012. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung wird demnach ein Aufschlag von 100 Euro fällig, so die Hamburger Mietexperten.

Eine Rechnung, die sich trotz des allgemein deutlich höheren Mietniveaus in der Hansestadt auch auf Mecklenburg-Vorpommern übertragen lässt. Mehr noch: Wegen der zu Jahresbeginn bei einer Vielzahl von Versorgern gestiegenen Energiepreise, sagte der Deutschen Mieterbund (DMB) schon Ende 2012 einem 20-prozentigen Anstieg der Mietnebenkosten für 2013 voraus, so DMB-Justiziar Kai-Uwe Glause in Rostock. Die ungewöhnlich weit ins Frühjahr hineinreichende Kältewelle und ihre Auswirkungen waren zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vorhersehbar.

Der aktuelle sei zwar kein "so außergewöhnlicher" Winter gewesen, so Glause, aber er war definitiv auch nicht so mild wie der vorherige. Nach dem damaligen Verbrauch berechneten sich aber die Nebenkostenvorauszahlungen für dieses Jahr - ein Teufelskreis, so der Mietexperte, denn "eine Anpassung der Vorauszahlungen kann immer erst ein Jahr später, nach der nächsten Abrechnung erfolgen".

Mieter könnten nur bedingt versuchen, die Belastung durch sparsames Heizen in den restlichen Monaten des Jahres zu reduzieren. "Bei vernünftiger Ausgangssituation - also guter Wärmedämmung und moderner Anlagentechnik - schlägt sich jedes Grad mehr oder weniger bei der Raumtemperatur in einem bis zu sechs Prozent höheren oder niedrigerem Heizenergieaufwand nieder", rechnet Glause vor. Wer also gezielt nur in einzelnen Zimmern die Temperatur erhöhe und die Türen zwischen den Räumen in der Wohnung schließen würde, könnte gezielt auf seine Heizkosten Einfluss nehmen.

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