Kitas, Schulen, Großveranstaltungen : Kabinett will weitere Lockerungen von Corona-Verboten

Die Landesregierung will weitere wichtige Entscheidungen für die schrittweise Rückkehr zur Normalität in MV treffen. Dazu ist eine Kabinettsklausur angesetzt.

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07. Mai 2020, 06:44 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung will heute weitere Lockerungen von Corona-Verboten beschließen. Bei der Kabinettsklausur geht es unter anderem um Öffnungsschritte für Kitas und Schulen. Mit mehrstündigen Beratungen wird gerechnet.

Außerdem soll die Frage beantwortet werden, wie eine Großveranstaltung definiert wird. Auf die Antwort warten zum Beispiel die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, um ihre Saison planen zu können, die am 13. Juni starten soll. Bundesweit sind Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten. Offen ist aber in Mecklenburg-Vorpommern bislang, was als Großveranstaltung gelten soll.

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Ab Montag soll die Kindertagespflege wieder den regulären Betrieb aufnehmen, wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) bereits angekündigt hat. Rund 4500 vorwiegend kleine Kinder werden in MV von Tagesmüttern und -vätern betreut. Eine Woche später sollen dem Vernehmen nach alle rund 13 600 Vorschulkinder wieder in die Kitas zurückkehren dürfen. Dazu werden Beschlüsse des Kabinetts erwartet.

Auch für eine schrittweise Rückkehr der Schulkinder werden Aussagen erwartet. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hat angekündigt, dass alle Schüler vor den Sommerferien in die Schule zurückkehren können. Das heiße aber nicht, dass sie jeden Tag und den ganzen Tag in der Schule sein werden. Es solle aber allen die Gelegenheit gegeben werden, noch einmal Kontakt zu ihren Lehrern zu bekommen.

Dabei werde es auch um die sechsten Klassen gehen, so Martin. Am bisherigen Vorgehen bei der Rückkehr von Jahrgängen an die Schulen war Kritik laut geworden, da die sechsten Klassen noch nicht dabei gewesen sind. Hintergrund ist, dass für etwa ein Drittel dieser Kinder nach den Sommerferien der Schulwechsel von der Regionalen Schule zum Gymnasium ansteht.

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Für die Wirtschaft wurden bereits zu Wochenbeginn Weichen gestellt: Als erstes Bundesland gewährt Mecklenburg-Vorpommern den Gaststätten ab Samstag die Möglichkeit zu öffnen. Ab 18. Mai können Hotels für Gäste aus dem Land öffnen, ab 25. Mai für Gäste aus der ganzen Bundesrepublik.

Bereits an diesem Donnerstag dürfen zahlreiche Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen, wie Kosmetikstudios, Massagepraxen und Nagelstudios. Auch Sonnen- und Tattoo-Studios, Fußpflegesalons, Physiotherapeuten, Logopäden und ähnliche Unternehmen könnten den Betrieb wieder aufnehmen. Gleiches gilt für Betriebe des Heilmittelbereichs.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist in MV weiter sehr niedrig. Am Mittwoch stieg die Zahl um fünf neue Fälle auf 714. Die Gesundheitsbehörden schätzen, dass 643 von ihnen bereits wieder genesen sind.

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