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Mecklenburg-Vorpommern

22. September 2017 | 15:22 Uhr

Rostock : Justiz liefert Räuber nicht aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ein in Griechenland zu mehr als 16 Jahren Haft verurteilter Mann, der im März zufällig in Mecklenburg-Vorpommern gefasst wurde, wird nicht ausgeliefert.

Nach der Prüfung des Europäischen Haftbefehls sei der 31-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sagte gestern eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft in Rostock.

Der Rumäne war 2010 wegen diverser Raubstraftaten – Geldfälschung und Bandendiebstahl – in Griechenland zu 16 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden, war aber untergetaucht. Der Prozess sei in Abwesenheit des Mannes gelaufen, wie die Prüfungen ergaben, sagte die Sprecherin. Dies verstoße gegen wichtige menschenrechtliche Bestimmungen innerhalb der EU. Deutsche Behörden seien verpflichtet, solche Prüfungen auch bei Europäischen Haftbefehlen vorzunehmen, obwohl Griechenland EU-Mitglied ist. Nach dieser Prüfung dürfe sich der Mann in Deutschland jetzt frei bewegen, so die Sprecherin.

Der 31-Jährige war der Bundespolizei am 15. März bei einer Kontrolle in Pomellen an der Autobahn 11 Stettin-Berlin ins Netz gegangen.

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