3. Station der SVZ-Sommertour : Jungfernfahrt als kleines Abenteuer

Hoch die Paddel hieß es nachdem die erste Floßbesatzung ihr Gefährt erfolgreich geentert hatte. Jörg Boßmann (r.) gab den Ton an.
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Hoch die Paddel hieß es nachdem die erste Floßbesatzung ihr Gefährt erfolgreich geentert hatte. Jörg Boßmann (r.) gab den Ton an.

„Das soll uns wirklich alle tragen?", war Peggy Werner aus Gremmelin sehr skeptisch als sie am SVZ-Sommertour-Treffpunkt an der Lüssower Hubbrücke ankam und die Aufbauarbeiten der Flöße beobachtete.

svz.de von
13. Juli 2012, 07:22 Uhr

Güstrow | "Das soll uns wirklich alle tragen?", war Peggy Werner aus Gremmelin sehr skeptisch als sie gestern am SVZ-Sommertour-Treffpunkt an der Lüssower Hubbrücke ankam und die Aufbauarbeiten der Flöße beobachtete. "Das ist die Jungfernfahrt und dann noch am Freitag, dem 13.- da kann nichts schief gehen", wusste Organisator Sven-Erik Muskulus jedoch schnell zu entgegnen. KG-Rohre, die im Erdbau eingesetzt werden, bildeten zunächst den schwimmenden Untergrund, ehe Kanthölzer und ein Holzbelag an das Grundgerüst gebunden wurden.

Nicht lange ließen sich Ursula Passehl und Erika Köllner bitten, als Sven-Erik Muskulus von der "Wanderer-Aktivtour Oldenstorf" unseren Lesern anbot beim aufbau des Floßes mit zu helfen. "Das ist fast wie Weben, kein Wunder, dass unsere Männer sich noch in Zurückhaltung üben", waren sich die Frauen mit einem Schmunzeln schnell einig. Nach kurzem Zögern war aber zumindest auch Eberhard Köllner schnell in seinem Element und knotete die Seilenden gekonnt fest. "Das macht wirklich Spaß. Toll, dass wir hier gleich so dabei sein dürfen", freute sich der Rentner.

Bestehend aus zwei Flößen sowie einem weiteren "Begleitboot" schipperte die kleine Flotte munter und sichtlich begeistert den Güstrow-Bützow-Kanal entlang. Viel Spaß hatten auch Inken und Frank Emmler mit ihren beiden Kinder Lina-Marlen (11) und Benjamin (8). "Wir wohnen seit der Wende in Berlin, haben aber durch meine Mutter von der Floßtour erfahren und uns gleich angemeldet", erklärte Inken Emmler den Hintergrund des Familienausflugs. Besonders die beiden Kinder und jüngsten Sommertour-Teilnehmer kamen voll und ganz auf ihre Kosten. "Wir sind zwar schon oft Boot gefahren, so ein kleines Abenteuer war aber noch nicht dabei", erzählten die beiden begeistert. "Da hatte Oma eine gute Idee", fügte Lina-Marlen schnell an.

"Nach knapp 90-minütiger Fahrt durch unberührte Natur waren sich die Sommertour-Teilnehmer einig: "Diese Jungfernfahrt war ein voller Erfolg!" Und auch Sven-Erik Muskulus war erleichtert, dass die Idee so guten Anklang fand. Ab sofort können die Flöße bei ihm für Stunden- und Tagestouren angefordert werden. Die Touren führen dann etwa über Inselsee und Inselsee-Kanal, haben wie gestern den Güstrow-Bützow-Kanal zum Ziel. "Besonders geeignet sind solche Ausflüge für Firmen und Klassen als Team bildende Maßnahme", meint er.

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