Mecklenburg-Vorpommern : Junge Männer verlassen das Land

Foto: Jürgen Seidel
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Vor allem junge Männer kehren ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern den Rücken. Wie das Statistische Amt am Montag in Schwerin mitteilte, verließen 2011 rund 8400 Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahre den Nordosten.

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30. Juli 2012, 07:24 Uhr

Schwerin | Vor allem junge Männer kehren ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern den Rücken. Wie das Statistische Amt am Montag in Schwerin mitteilte, verließen 2011 rund 8400 Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahre den Nordosten. Das waren 1595 mehr als im gleichen Jahr zuzogen. Bei den jungen Frauen fiel das Minus im Wanderungssaldo mit 1160 etwas geringer aus. In den Jahren nach der Wende waren es vor allem Frauen, die zu Beginn ihrer beruflichen Karriere aus dem Land weggegangen sind. Inzwischen sei es so, dass das Land im Saldo fast dreimal so viele Männer (1243) verliere wie Frauen (451).

Insgesamt zogen im Vorjahr 35 801 Personen aus Mecklenburg-Vorpommern weg, 34 107 fanden im Nordosten eine neue Heimat. Der Bevölkerungsverlust durch Abwanderung lag mit 1694 Personen nur noch halb so hoch wie 2010. Nach wie vor üben Hamburg, Berlin, Schleswig-Holstein und Niedersachsen die größte Anziehungskraft aus. Doch auch gegenüber Bayern und Sachsen hatte Mecklenburg-Vorpommern einen Wanderungsverlust zu verzeichnen.

Vor allem bei Älteren gewinnt das Land offenbar aber an Attraktivität. Laut Statistik zogen im Vorjahr knapp 500 Menschen über 60 Jahre mehr in das Land als abwanderten. Ende 2011 lebten genau 1 634 734 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Das war ein Rückgang von 0,5 Prozent, der jedoch vor allem auf das sogenannte Geburtendefizit zurückgeführt wird.

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