Familie Schwesig im Babyglück : Julian freut sich über Julia

Manuela Schwesig mit Ehemann Stefan und Sohn Julian (Foto 2010)
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Manuela Schwesig mit Ehemann Stefan und Sohn Julian (Foto 2010)

Familie Schwesig im Babyglück – den Namen für die Zweitgeborene suchte der große Bruder aus

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08. März 2016, 21:00 Uhr

Familienzuwachs bei der Bundesfamilienministerin: Gestern Vormittag brachte Manuela Schwesig Töchterchen Julia zur Welt. Ehemann Stefan Schwesig hatte seine Frau gegen 3 Uhr in die Schweriner Helios Kliniken gebracht und ihr dann bis zur Geburt um 10.30 Uhr zur Seite gestanden. „Wir sind sehr glücklich“, erzählte er am Telefon. „Wir hatten eine sehr gute Hebamme und in der Klinik hat alles gut geklappt.“ Glückwünsche und Gratulationen kamen umgehend von Kabinettskollegen und Freunden per SMS oder Twitter. „Der kleinen Julia eine unbeschwerte Kindheit und ein spannendes, erfülltes Leben!“, wünscht Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU). „Wie sollte es anders sein: Du bekommst Deine kleine Tochter am Internationalen Frauentag“, reagiert SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Den Namen der Kleinen habe ihr großer Bruder Julian ausgesucht, erzählte die nun zweifache Mutter unserer Zeitung mit einem Augenzwinkern. „Wir waren uns da beide sofort einig, den Papa mussten wir erst noch ein bisschen überzeugen.“ Weil Julian vor neun Jahren zwei Wochen vor dem errechneten Termin auf die Welt gekommen war, gingen die Eltern bei Nummer zwei auf Nummer sicher und richteten schon Anfang Februar in ihrem Haus in der Schweriner Altstadt alles für den Familienzuwachs her. Der weiße Stuben- und der Kinderwagen stammen noch vom ersten Kind – ein zweites war bei Schwesigs immer eingeplant.

Manuela Schwesig ist nach ihrer Vorgängerin Kristina Schröder – sie brachte 2011 eine Tochter zur Welt und ist inzwischen auch zweifache Mutter – erst die zweite Bundesministerin, die während ihrer Amtszeit ein Kind bekommen hat. Mutterschutz gab und gibt es für beide nicht: Mitglieder der Bundesregierung haben darauf keinen Anspruch. Dennoch bleibt Manuela Schwesig in den nächsten knapp acht Wochen zu Hause, um sich ganz um ihre Kinder kümmern zu können. Bereits Ende Januar hat sie die Amtsgeschäfte in die Hände ihrer Staatssekretäre gelegt. Öffentliche Auftritte und Termine gab es seither nicht – aber durchaus das eine oder andere Statement zu Fragen, die der Ministerin wichtig sind. Und natürlich gab es regelmäßige Telefonate zwischen Schwerin und Berlin.

Am 1. Mai will Manuela Schwesig ins Ministerium zurückkehren – Stück für Stück und nicht wie bisher für 14 bis 16 Stunden am Tag, betont sie. Stattdessen will sie so viel wie möglich von zu Haus oder zumindest aus dem Auto heraus arbeiten. Und sie will, wie auch bisher schon, einen Nachmittag in der Woche allein für die Kinder reservieren.

Den größeren Teil der Kinderbetreuung aber wird Stefan Schwesig übernehmen: „Ich habe die Elternzeit bei Julian genommen. Mein Mann nimmt die Elternzeit jetzt“, hatte die SPD-Politikerin gleich nach Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft im September erklärt. Als Bundesfamilienministerin kämpft sie vor allem für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – privat will sie jetzt beweisen, dass diese auch mit zwei Kindern möglich ist.

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