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Trotz großen Erfolges : Jugendherberge Prora plant keinen Anbau

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Die vor zwei Jahren eröffnete Jugendherberge in Prora hat nach Einschätzung des Deutschen Jugendherbergwerkes die Erwartungen erfüllt. "Wir sind mit dem Anlauf der Herberge sehr zufrieden", so Kathrin Röder.

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erstellt am 03.Jul.2013 | 12:11 Uhr

Prora | Die vor zwei Jahren eröffnete Jugendherberge in Prora hat nach Einschätzung des Deutschen Jugendherbergwerkes die Erwartungen erfüllt. "Wir sind mit dem Anlauf der Herberge sehr zufrieden", so Kathrin Röder vom DJH Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Prora sei mit 70 000 Übernachtungen und 21 600 Gästen im vergangenen Jahr die mit Abstand größte Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern. Die zweitgrößte Jugendherberge des Landes in Warnemünde konnte 2012 rund 12 000 Gäste und 38 000 Übernachtungen für sich verbuchen.

Trotz dieses Erfolgs denkt das DJH nicht an eine Erweiterung. Aus Kostengründen war die fünfte Etage im Block 5 der einst als Nazi-Seebad geplanten Anlage nicht ausgebaut worden. "Wir müssen zunächst sehen, wie sich die Jugendherberge nach dem Anfangshype weiterentwickelt", erklärt Röder. Die Kosten für den Bau der Jugendherberge hatten bei 16,4 Millionen Euro gelegen. Der Dehoga-Verband hatte den mit 92 Prozent überdurchschnittlich hohen Anteil öffentlicher Förderung kritisiert und eine Konkurrenz für die Hotellerie befürchtet. Diese Sorge habe sich nicht bestätigt, so eine Sprecherin der Tourismuszentrale Rügen. Der Buchungszen-trale seien keine Konfliktfelder bekannt. Zudem seien keine Zahlen bekannt, die die Befürchtung bestätigen würden. Nach Angaben des DJH ist die Jugendherberge besonders bei Familien beliebt. Sie stellen mit 33 Prozent die größte Zielgruppe in Prora. Auch für soziale Vereine, Jugendfeuerwehren und Jugendgruppen vom Roten Kreuz sei die Herberge mit ihrem Zeltplatz ein attraktives Ziel. Im Mai und Juni sowie im September und Oktober würden vor allem Schulklassen die Einrichtung nutzen, die mit dem kürzlich eröffneten Naturerbezentrum und dem Königstuhl-Zentrum zusammenarbeitet.

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