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Tourismusverband : Jugendgästehäuser mit GEZ überfordert

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Viele Jugendunterkünfte verzichten aus pädagogischen Gründen auf Fernsehgeräte in den Zimmern - trotzdem müssen sie ab Januar deutlich höhere Rundfunkgebühren bezahlen. Die Beiträge steigen bis um das 25-Fache.

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erstellt am 11.Dez.2012 | 09:00 Uhr

Rostock | Viele Jugendunterkünfte verzichten aus pädagogischen Gründen auf Fernsehgeräte in den Zimmern - trotzdem müssen sie ab Januar deutlich höhere Rundfunkgebühren bezahlen. Die Beiträge steigen bis um das 25-Fache, wie der Vorsitzende des Landestourismusverbandes, Jürgen Seidel, gestern beim 3. Jugendtourismustag in Rostock sagte. Allein in Mecklenburg-Vorpommern seien mehr als 200 Häuser betroffen. Das Problem: Die Bemessung der Beiträge richte sich nach der Zimmerzahl - unabhängig davon, ob dort auch Fernsehgeräte stehen. Ausgenommen von der Neuregelung seien lediglich Häuser des Deutschen Jugendherbergswerkes sowie des Verbandes Deutscher Schullandheime. Das sind im Land 43, wie Verbandssprecher Tobias Woitendorf sagte.

Seidel forderte eine Änderung des neuen Rundfunkgebührenstaatsvertrags im Sinne der Jugendunterkünfte. Der Verbandsvorsitzende präsentierte in Rostock einige Beispielrechnungen: Danach muss das Maritime Jugenddorf in Greifswald ab 2013 statt bislang 247,28 Euro Rundfunkgebühren pro Jahr 5822,40 Euro zahlen. Für das Kinder- und Jugendhotel Verchen am Kummerower See stiegen die Rundfunkgebühren von 215,76 Euro auf 2084,52 Euro. Vom Hanse Hostel in Rostock fordere die GEZ statt bislang 323 Euro im Jahr künftig 1293 Euro. Seidel zufolge kann die Gebührensteigerung für einige Einrichtungen existenzbedrohend werden. Die moderaten Preise, die für Jugendübernachtungen genommen werden, ließen die Gewinne und Rücklagen kaum zu.

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