Jürgen Suhr: Das reicht nicht, Herr Brodkorb

JürgenSuhr
JürgenSuhr

svz.de von
05. Juli 2012, 10:25 Uhr

Schwerin | Die Landesregierung prüft, die Großherzogliche Sammlung in das "Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes" aufzunehmen und unter Kulturschutz zu stellen. Aber, was bisher vom Bildungsminister zur Sammlung gesagt wurde, "das reicht nicht", sagt die Oppositionsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Fraktionschef Jürgen Suhr will jetzt Minister Mathias Brodkorb per Kleiner Anfrage zu einer Auskunft verpflichten.

Im Mittelpunkt der Drucksache vom 28. Juni steht die Frage nach dem Wert der Sammlung: "Maßgebliche Vertreter der Landespolitik haben den kulturhistorischen Wert der Großherzoglichen Sammlung im Hinblick auf die Kaufsumme in der Vergangenheit öffentlich bezweifelt - wie bewertet die Landesregierung die Bedeutung und den Wert der Sammlung?" Die Fraktion der Bündnisgrünen hat herausgefunden, dass bislang in das "Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes" kein Objekt aus dem Land aufgenommen wurde. "Gibt es aus Sicht der Landesregierung weitere Kulturgüter, deren Aufnahme in dieses Verzeichnis geprüft werden sollte?", lautet eine weitere Frage von Jürgen Suhr an das Kultusministerium.

Auch die Beschwerden aus der Kulturgut-Kommission, nicht tätig werden zu können, beschäftigen die Opposition. Suhr fragt: "Wann und wie oft hat der vom Kultusminister einberufene Sachverständigen-Ausschuss getagt und welche Kompetenzen hat dieser Ausschuss?" Gegenüber unserer Zeitung hatte sich ein Kommissionsmitglied, der Antiquariatsbesitzer Ulrich Rose, bitter beschwert, dass das Gremium zur Untätigkeit verurteilt sei. "Wir haben deutlich den Wunsch geäußert, dass die Kommission aktiv werden will", sagte der Greifswalder verärgert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen