FC Hansa Rostock : Johan Plat drängt in die Start-Elf

<strong>Siegtorschütze gegen die Stuttgarter Kickers:</strong> Hansa-Angreifer Johan Plat versenkte eine Flanke von Denis Berger zum 2:1 und sorgte damit für den ersten Dreier der Rostocker in der neuen Drittliga-Saison. Foto: Georg Scharnweber
Siegtorschütze gegen die Stuttgarter Kickers: Hansa-Angreifer Johan Plat versenkte eine Flanke von Denis Berger zum 2:1 und sorgte damit für den ersten Dreier der Rostocker in der neuen Drittliga-Saison. Foto: Georg Scharnweber

„Er erinnert mich an den jungen Marek Mintál, nur mit einem besseren Kopfballspiel", sagt Hansa-Trainer Wolfgang Wolf über Johan Plat. „Ich bin sehr froh und habe gehofft, dass ich das Siegtor machen kann", erzählt Plat.

svz.de von
23. Juli 2012, 10:02 Uhr

Rostock | "Er erinnert mich an den jungen Marek Mintál, nur mit einem besseren Kopfballspiel", sagt Hansa-Trainer Wolfgang Wolf über FCH-Stürmer Johan Plat. Während Marek Mintál, in der vergangenen Saison für Rostock aktiv, am Sonnabend bei der Partie seines langjährigen Vereins 1. FC Nürnberg gegen Borussia Dortmund (4:2 - Mintál schoss das 2:1 per Elfmeter) verabschiedet wurde, betrat Plat zur gleichen Zeit in der DKB-Arena die Fußball-Bühne in Deutschland und tat es dem Tor-Phantom (Mintáls Spitzname) gleich. Als im Grunde alles auf ein Remis zum Drittliga-Auftakt zwischen den Rostockern und den Stuttgarter Kickers hindeutete, schlug der Niederländer wie aus dem Nichts zu. "Ich bin sehr froh und habe gehofft, dass ich das Siegtor machen kann. Ich weiß, dass Denis (Vorlagengeber Berger - d. Red.) oft auch mal nach innen kommt und flankt. Der Ball war perfekt für mich", erzählt der 25-Jährige.

Plat hofft, dass er sich nie mehr warmlaufen muss

Dabei war Plat überrascht, dass er zunächst nicht in der Start-Elf stand, sondern erst zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde. "Das hatte ich nicht erwartet. Doch dann habe meinen Kopf hochgehalten und mich für das Siegtor fertig gemacht", so der Angreifer, der kurioserweise beim Aufwärmen zum Ende der ersten Halbzeit von beiden Schiedsrichter-Assistenten ermahnt wurde, als er sich an den Seitenlinien aufhielt: "Ich hatte es falsch verstanden und dachte, ich sollte rüberlaufen anstatt mich hinter dem Tor aufzuwärmen. Aber das ist egal. Ich hoffe, dass ich mich nie mehr warmlaufen muss."

Treffer sind dabei die besten Argumente für einen Stammplatz. "Ich weiß, dass ich Tore machen muss, wenn ich spiele. Das habe ich getan. Jetzt hoffe ich, dass ich beim nächsten Mal von Beginn an dabei sein darf", sagt Johan Plat, dem für den SC Telstar in der 2. niederländischen Liga in den zurückliegenden beiden Jahren 25 Buden gelangen: "Eigentlich ist es mir egal, wie oft ich treffe. Ich will jede Woche drei Punkte holen, und das Wichtigste ist , dass wir am Saisonende aufsteigen."

Allerdings weiß der Holländer auch, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist und Hansa sich deutlich steigern muss. "Das erste Spiel ist immer schwierig, und dann lagen wir auch noch 0:1 hinten. Da wird es doppelt schwer. Ich bin froh, dass wir die Partie noch umbiegen konnten und gewonnen haben. Nur

darauf kam es an. Sicherlich war es von der Leistung her zu wenig. Wir haben nicht gut gespielt. Aber das wissen wir auch und werden hart daran arbeiten, damit es in Unterhaching besser klappt", so der Offensivmann, der sein Trikot Freundin Silvana und der Familie schenkte.


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