Arbeitslosenzahlen veröffentlicht : Jobmotor Gesundheitswesen

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Die Zahl der Arbeitslosen in MV sinkt weiter. Ende September sind 90.400 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 3,0 Prozent weniger als im Vormonat Auch in der Prignitz gab es einen Rückgang in der Arbeitslosenquote.

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27. September 2012, 07:50 Uhr

Schwerin/Kiel | Die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern sinkt weiter. Ende September sind 90 400 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesarbeitsagentur am Donnerstag in Kiel mitteilte. Das seien 2700 oder 3,0 Prozent weniger als im Vormonat und 4200 oder 4,5 Prozent weniger als im September 2011. Ein Rückgang der Arbeitslosenzahl sei in allen Altersgruppen zu verzeichnen, vor allem aber bei den unter 25-Jährigen, sagte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann. Ihre Zahl sei im Monatsvergleich um 6,2 Prozent und im Jahresvergleich sogar um 7,6 Prozent gesunken. Aktuell seien 9400 junge Leute unter 25 Jahren ohne Job.

Haupt-Koopmann warnte vor einer abnehmenden Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Zahl der Stellenmeldungen sei zwar mit 34 000 Arbeitsangeboten seit Jahresbeginn weiterhin hoch, jedoch sank sie im Vergleich zum Vorjahr um 1100 oder 3,0 Prozent. Auch der Vergleich der Juli-Daten der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lasse erkennen, dass der Anstieg unter dem Bundesdurchschnitt liege. Aktuell sind 532 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gemeldet, 3400 mehr als im Juli 2011.

Arbeitsplätze geschaffen wurden in den vergangenen zwölf Monaten vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen. Damit erweise sich vor allem diese Branche als Jobmotor, sagte Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD). Fachkräfte würden weiterhin gesucht. Sowohl im Gesundheits- und Sozialwesen als auch im Handel und im verarbeitenden Gewerbe seien Stellen offen.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) verwies darauf, dass die Wirtschaftsleistung des Landes im ersten Halbjahr um 1,1 Prozent zugelegt habe, mehr als in anderen ostdeutschen Ländern. Die Situation auf den Werften in Vorpommern bleibe jedoch schwierig. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster, warf der Landesregierung vor, nicht alle Anstrengungen zu unternehmen, um vor allem schwer vermittelbare Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als 2000 gestiegen.

Zahl der Arbeitslosen in der Prignitz sinkt weiter

Von Arbeitslosigkeit waren in der Prignitz im September 4956 Menschen betroffen. Das bedeutet einen Rückgang, die Arbitslosenquote sankt binnen eines Monats um fast ein Prozent auf jetzt 11,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 13,3 Prozent.

Auch landesweit gibt es einen positiven Trend. Die Arbeitslosenquote in Brandenburg ist im September auf einen historischen Tiefstand gesunken und lag bei 9,4 Prozent. Damit bestätige sich auch auf dem Arbeitsmarkt, dass Brandenburg zum dritten Mal als dynamischstes Bundesland ausgezeichnet wurde, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Besonders erfreulich: Die Zahl der jungen Arbeitslosen zwischen 15 bis unter 25 Jahren sank zum Vormonat um 7,0 Prozent auf 11 532. Insgesamt sind im Land 10 788 offene Stellen gemeldet.

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