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Integrationskampagne : Jobcenter zufrieden - fünf von 14 mit Perspektive

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Zum Ende einer zwölfwöchigen Kampagne der Arbeitsagentur für die Integration von Flüchtlingen in Hotel- und Gaststättenberufe hat das Hanse-Jobcenter Rostock eine positive Bilanz gezogen.

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Von den ursprünglich 14 Flüchtlingen, die Anfang März begonnen hatten, konnte fünf eine weitere Perspektive geboten werden, sagte Jobcenter-Geschäftsführer Frank Junghans. 

Bei vier beginne zum 1. September eine Ausbildung, bis dahin laufe eine Saisonbeschäftigung. Dies seien in der Regel Ausbildungen in der Küche. Ein fünfter habe eine Beschäftigung als Glasreiniger erhalten. Mit den übrigen werde weiter an Beschäftigungsalternativen gearbeitet. „Da bleiben wir dran.“ Eine Quote von 35 Prozent Übernahmen direkt aus der Maßnahme heraus sei sehr gut, da in der Regel nur 10 bis 15 Prozent der Migranten im Jahresverlauf integriert werden können.

„Man darf bei solchen Maßnahmen auch nicht davon ausgehen, dass für jeden etwas dabei ist“, sagte Junghans. Zumal auch bei manchen das Sprachproblem doch sehr hinderlich sei und zunächst weiterer Unterricht notwendig war.

Eine Einschätzung, die die Personalleiterin im Warnemünder Hotel „Neptun“, Daniela Becker, teilt. Sie hatte zwei Migranten aus dem Programm, beide hätten ihr Praktikum abgeschlossen. Während bei einem sehr großes Berufsinteresse vorhanden gewesen sei und er nun in eine Ausbildung übernommen werde, habe sich bei der zweiten Praktikantin herausgestellt, dass das Hotel- und Gaststättengewerbe eher nicht in Frage kommt. Über allem stehe die unbedingte Pflicht zum Erlernen der deutschen Sprache, sagte Becker.

Ziel der im März begonnenen Kampagne war, Flüchtlingen in der Region eine Perspektive zu bieten und gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Branche entgegenzuwirken, sagte Junghans. Die meisten der Bewerber kamen aus Syrien oder Eritrea. Zuvor hatte das Jobcenter eine Vorauswahl getroffen, um Flüchtlinge  in diesen Ausbildungsgang zu lotsen.

„Wir mussten auch erst neue Erfahrungen machen mit der Gruppe der Flüchtlinge.“ Eine ähnliche Kampagne werde im Herbst wieder aufgelegt, mit dem Ziel, schon zu Beginn der Saison 2018 die Arbeitskraftbedarfe der Hotellerie zu decken. Eine Erkenntnis der vergangenen drei Monate sei, dass es eine starke Diskrepanz zwischen den Vorstellungen der Flüchtlingen und der Realität im Arbeitsalltag gebe, sagte Junghans.

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