SVZ half : Jetzt klingelts Telefon wieder

Lotti Lompa freut sich, dass  jetzt wieder das Festnetztelefon funktioniert. Damit ist auch wieder der DRK-Notruf erreichbar, über den sie per Knopfdruck jeder Zeit Hilfe anfordern kann. Dafür trägt sie den Notruf-Knopf um den Hals. Foto: Ralf Badenschier
Lotti Lompa freut sich, dass jetzt wieder das Festnetztelefon funktioniert. Damit ist auch wieder der DRK-Notruf erreichbar, über den sie per Knopfdruck jeder Zeit Hilfe anfordern kann. Dafür trägt sie den Notruf-Knopf um den Hals. Foto: Ralf Badenschier

Erleichtert ist Lotti Lompa aus Neuendorf bei Bützow. Wenn sie dringende medizinische Hilfe benötigt, kann sie jetzt wieder den kleinen Knopf drücken, den sie an einem Band um den Hals trägt.

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25. Mai 2012, 06:15 Uhr

Neuendorf | Erleichtert ist Lotti Lompa aus Neuendorf bei Bützow. Wenn sie dringende medizinische Hilfe benötigt, kann sie jetzt wieder den kleinen Knopf drücken, den sie an einem Band um den Hals trägt. Dann läuft beim DRK-Kreisverband ein Alarmzeichen auf und Retter können in die Spur geschickt werden. Über zwei Monate war das anders, nachdem der Festnetzanschluss der 84-Jährigen gekappt wurde. Und immer wieder wurde die Seniorin von der Telekom hingehalten.

Hintergrund: Der Telefonanschluss von Lotti Lompa führte durch ein anderes privates Grundstück eines Nachbarn. Solche so genannten Doppelanschlüsse resultieren noch aus DDR-Zeiten. Nach einem Eigentümerwechsel wurde die Leitung im Haus des Nachbarn gekappt. Die beiden Häuser liegen im Außenbereich der Gemeinde Neuendorf und zudem mehrere hundert Meter auseinander. Von einem Tag auf den anderen war der Festnetzanschluss von Lotti Lompa "tot". Das Fatale: Die 84-Jährige ist am telefonischen Notdienst des DRK angeschlossen. Doch der funktioniert nur über die Festnetzleitung. Mehrmals wandten sich Lotti Lompa bzw. ihre Kinder an die Telekom, damit der Schaden behoben und eine dauerhafte Lösung geschaffen wird. "Doch es passierte nicht", so die Neuendorferin. Zwar war der Festnetzanschlusses auf ein Handy umgeleitet worden. Doch die Handybenutzung ist für die betagte Dame nur eine Notvariante, wobei nicht gesichert ist, ob sie das Handy in einem Notfall überhaupt bedienen kann.

Nachdem über zwei Monate nichts passierte, wandte sich Lotti Lompa an die Bützower Zeitung. Wir schilderten dem Telekom-Pressesprecher Georg von Wagner die Situation und forderten eine zeitnahe Lösung. Und jetzt kam auf einmal Bewegung in die Sache. "Es wurde sofort mit der Erstellung eines Provisoriums begonnen, um die Erreichbarkeit des Kunden zu gewährleisten", so von Wagner knapp eine Woche nach unserer Anfrage. "Zur Herstellung des Anschlusses ist eine Straßenpressung notwendig. Die Genehmigungen sind mittlerweile vorhanden. Andere Versorgungsträger sind beauftragt worden."

Die abschließenden Arbeiten seien zwar noch nicht erfolgt. "Doch das Provisorium funktioniert", freut sich Lotti Lompa.

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