Sommerspaß : Jetzt herrscht Eiszeit

Am liebsten isst er Stachelbeer-Baiser, sagt Henri Laaß.
Am liebsten isst er Stachelbeer-Baiser, sagt Henri Laaß.

Knapp acht Liter Eiscreme verdrückt der Deutsche im Jahr – doch welche Sorte ist die beste?

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30. Mai 2018, 05:00 Uhr

Sommer, Sonne, Saunawetter? Es ist viel zu heiß, findet ein Großteil unserer Leser. Knapp 60 Prozent von ihnen gaben bei einer Online-Umfrage an, dass die Temperaturen um die 30 Grad bei ihnen eher zu Schweißattacken statt zu guter Laune führen. Zeit für eine Abkühlung! Und wobei geht das besser, als bei einem leckeren Eis? Knapp acht Liter verputzt jeder Deutsche im Durchschnitt von der gefrorenen Kaltspeise im Jahr. Das sind rund 70 Magnum Classic oder mehr als 110 Kugeln.

Doch welches Eis ist das beste? Einer, der es wissen muss, ist Henri Laaß von Ilka Eis in Schwerin. Mehr als 1000 Softeiskringel fließen hier bei Sommer-Wetter in die Waffeln, schätzt der 33-Jährige. Dabei versucht er seinen Kunden jeden Tag neue cremige Kreationen zu kredenzen. „Insgesamt haben wir bestimmt zwischen 100 und 150 Geschmacksrichtungen ausprobiert“, schätzt Laaß. Heute gibt es Banane-Erdnuss. „Zu den beliebtesten Sorten zählen zum Beispiel Stachelbeer-Baiser und Mandarine-Joghurt.“ In diesem Jahr können sich Eisliebhaber auch auf die neue Sorte Zitrone-Thymian freuen. Gewürze und Kräuter sind nach wie vor im Eistrend. Basilikum, Minze und Lavendel finden bei Ilka Eis genau so ihren Weg in die Waffel wie Sesam, Honig oder die Tonkabohne.

Wem das zu speziell ist, kann auf den Klassiker zurück greifen: Schoko-Vanille. Da sind die Deutschen traditionell: Schoko, Vanille, Erdbeere und Stracciatella zählen seit Jahren zu den beliebtesten Sorten. Übrigens: Stracciatella spricht man richtig „Stratschjatella“ aus und heißt aus dem Italienischen übersetzt so viel wie „zerfetzt“. Traditionelle Sorten werden wieder beliebter, stellt auch Uniteis, eine Vereinigung von italienischen Eisherstellern fest. „Aber die Klassiker in neu, remade nennen wir das“, sagt Sprecherin Annalisa Carnio. „Heute gibt es Schokolade als Sorbet für die Leute, die eine Laktoseintoleranz haben, weiße Schokolade mit Walnuss, Schokolade mit Espresso, Nougatschokolade oder Ganzzart-Bitterschokolade.“ Und auch Fruchtsorten kommen wieder mehr in den Trend, so Carnio: „Der Konsument will immer mehr etwas Frisches, Leichtes und Gesundes.“

Damit es dem Kind nicht zu heiß wird

Bei den sommerlichen Temperaturen laufen vor allem Kinder Gefahr zu überhitzen. Im Jahr 2016 mussten in den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns laut dem Statistischen Amt 38 Personen wegen eines Sonnenstichs behandelt werden. Davon waren zwölf unter 15 Jahre alt. Folgen von zu viel Sonne sind Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Bewusstlosigkeit bis hin zu Organversagen. Diese Tipps können helfen, um einen Hitzeschlag zu vermeiden:

Nasser Lappen

Wenn es heiß ist, kann man seinem Baby einen sauberen, nassen Lappen zum Spielen geben. Der kühlt.  In einer Tupperbox ist er super für unterwegs verpackt.

Obst aus dem Kühlschrank

Gekühltes Obst ist der ideale Snack für Kinder an heißen Tagen. Es enthält  nicht nur  jede Menge Flüssigkeit, sondern auch  viele  wichtige Vitamine. Ihr Kind steht nicht so auf Obst?  Tricksen Sie es aus mit selbstgemachten Smoothies. Die sind nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Eis nicht nur für Babys

Gerade für Babys ist Zucker nicht gut. Wer seinem Kind dennoch ein Eis zur Abkühlung bieten will, für den ist eine gefrorene Banane eine gute Alternative. Einfach Stücke auf einen Stiel stecken und gefrieren lassen. 

Wasserschlacht 

Die beste Abkühlung ist Wasser. Badebassins, Wasserpistolen oder -bomben gibt es schon für wenig Geld. Doch Vorsicht: beim Toben vergessen Kinder oft das Trinken! Hut und Sonnencreme sind  auch im Schatten ein Muss.

Leichtes Essen

Im Freibad wollen die Kinder oft nur eins essen: Fastfood.  Doch zu fettes Essen erzeugt bei der Verdauung zusätzliche Wärme. Daher lieber leichte Speisen anbieten. 

Schatten mit Spielfaktor

Bauen Sie einen Schattenplatz für ihre Kinder:  Einfach  eine Leine zwischen  zwei Bäume spannen, ein Laken drüber hängen  und in das „Zelt“ Decken, Kissen und Spiele legen.   Trinken nicht vergessen!

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