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Nacht der Zeitenwende : Jetzt beginnt die Hochsaison für Einbrecher

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Sommerzeit geht zu Ende – am kommenden Sonntag werden die Uhren zurückgestellt. Redliche Bürger freuen sich über eine Stunde Schlaf zusätzlich. Die Polizei blickt dagegen mit Sorge auf das Datum. „Das lichtscheue Gesindel hat eine Stunde gewonnen.“ Mit diesem Satz umriss einmal ein Polizei-Sprecher die Situation zur „Nacht der Zeitenwende.“ Sie läutet die Hochsaison für Einbrecher ein.

Sicherheitsbehörden befürchten alle Jahre wieder die Umstellung auf die Winterzeit, weil dann ihrer Erfahrung nach die Zahl der Einbrüche rapide ansteigt. Wegen der zeitiger einsetzenden Dämmerung trauen sich Kriminelle häufiger auch tagsüber, in Wohnungen einzusteigen. So registrierte das Bundeskriminalamt vor zwei Jahren in den Wintermonaten deutlich mehr Einbrüche als im Sommer: Dem Lagebericht zufolge wurde im November 2014 bundesweit 18235 Mal in Wohnungen eingebrochen, davon waren über die Hälfte der Taten am Tag zwischen 6 und 21 Uhr. Im Juni des selben Jahres gab es laut Polizei dagegen nur 8828 Einbrüche. Auch das Landeskriminalamt in MV stellte fest: In den Monaten November, Dezember und Januar gab es die meisten Wohnungseinbrüche.

Beliebte Objekte der Einbrecher sind aber auch Gartenlauben und Datschen. Sie werden ab Herbst nur noch selten oder gar nicht mehr genutzt. In den Kleingartenanlagen herrscht dann kaum noch Betrieb – das Entdeckungsrisiko sinkt.

Um den Ganoven einen Riegel vorzuschieben, organisieren die Sicherheitsbehörden zur Umstellung von Sommer- auf Winterzeit deshalb Veranstaltungen rund um das Thema Einbruchsschutz. Tipps gegen Einbrecher geben auch die Mitarbeiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen im Land.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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