zur Navigation springen

Wasser-Tourismus MV : Jetski-Fahrer im Visier der Polizei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wasserschutzpolizei will die Kontrollen auf den Gewässern ausweiten.

Die Wasserschutzpolizei will in dieser Saison verstärkt gegen zu schnelle Jetski-Fahrer auf den Binnenseen des Landes vorgehen. Deren Zahl habe sich in den vergangenen Jahren erheblich vergrößert, sagte der Chef der Wasserschutzpolizei, Peter Mainka, in Waldeck.

Auf den Gewässern gebe es die Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 Kilometern pro Stunde, sie werde teils erheblich überschritten. Schon geringe Überschreitungen können hohe Geldbußen von mehreren Hundert Euro nach sich ziehen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr auf den Binnenseen 210 Geschwindigkeitsverstöße von Jetskis und Motorbooten festgestellt worden, sagte Mainka.

Das Tempolimit sei wichtig für den Schutz wasserbaulicher Anlagen wie Stege, Liegeplätze oder Uferbefestigungen. Es gehe um den Schutz von Natur und Tieren, aber auch der Menschen in und auf dem Wasser. Immer wieder würden sich Anwohner und Umweltverbände beschweren, sagte Mainka. Erst im März hatte die Umweltschutzorganisation BUND an die Sportbootführer appelliert, rücksichtsvoller zu fahren. Die Wellen zu schnell fahrender Wasserfahrzeuge gingen „wie Tsunamis“ über die Brutstätten der Vögel.

„Wenn stundenlang diese hochmotorisierten und lauten Geräte unterwegs sind, erzeugt das großen Ärger“, sagte ein Beamter der Wasserschutzpolizei. Jetskis können über 300 PS verfügen und damit mehr als 100 Stundenkilometer schnell sein. Auf der Ostsee dürften die Jetskis ohne Geschwindigkeitsbegrenzung fahren. Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr 190 Sportbootunfälle registriert, eine etwas geringere Zahl als im Jahr zuvor.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Wasserschutzpolizei sei die Kontrolle von Schiffen und dabei insbesondere die Einhaltung von Umweltschutzauflagen, sagte Mainka. Weit mehr als 2000 Schiffe – ohne die Fähren – seien 2016 in die Häfen Mecklenburg-Vorpommerns eingelaufen.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Apr.2017 | 20:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen