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Güstrowerin bei der Sportschau : Jessy, die „Rampensau“

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Aus der Onlineredaktion

Eine gebürtige Güstrowerin moderiert ab der neuen Bundesliga-Saison die Sportschau

svz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Im letzten Jahr tauschte Jessy Wellmer einmal die Seiten. Nicht sie, die Moderatorin, stellte Fragen, sondern Wellmer selbst war das Thema. Es sollte um ihre Ausbildung als Journalistin gehen, ihre ersten erfolgreichen Jahre und was demnächst noch kommen soll. Und was macht sie? Bestellt sich zusammen mit der Moderatorin erstmal ein Bier.

Locker, spontan, wenn es sein muss auch mal flapsig: So moderiert Wellmer, die gebürtige Güstrowerin. Dem breiten Publikum wurde sie 2016 bekannt. Stundenlang führte die 37-Jährige durch die Übertragung der ARD bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro, ob nun Springreiten oder Trampolinturnen. Ihr Herz aber hängt am Fußball.

Zum Beginn der neuen Bundesliga-Saison rückt sie auf in das vierköpfige Moderatorenteam der Sportschau, jener kultigen Sendung, die seit 1961 am Sonnabend den Fußball über die Fernseher der Republik flimmern lässt. Nervös sei sie schon, gibt sie zu. Immerhin „ist die Sportschau ein Kulturgut“. Und jetzt in einer Reihe zu stehen mit bekannten Moderatoren wie Reinhold Beckmann oder Gerd Delling – das sei schon was.

Wellmer schreibt gar ein wenig Geschichte. Nach Monica Lierhaus Anfang des Jahrtausends ist sie die zweite Frau, die die Fußball-Ausgabe der Sportschau moderiert. Das wiederum hält sie nicht für eine große Nachricht: eine Frau, die den Fußball präsentiert. Klar, das sei mal anders gewesen. Aber ganz Wellmer schiebt sie hinterher: Der Fußball ist kein Sport, „den man alleine den Typen überlassen sollte.“

Ihr neuer „Sportschau“-Kollege Matthias Opdenhövel sagt über Wellmer, man könne ganz wunderbar mit ihr lachen. Sie selbst bezeichnet sich als „Rampensau“. Dabei hat sie die meiste Zeit ihrer Karriere bei den Öffentlich-Rechtlichen verbracht: nach dem Studium in Berlin und dem Volontariat in Babelsberg arbeitete sie für den Berliner Rundfunk in der Sportredaktion. Danach ging es zum ZDF, von 2009 bis 2014 begrüßte sie Frühaufsteher im ZDF-Morgenmagazin, ihr Ressort: der Sport. Dann der Wechsel zurück zum RBB – und der ARD. Die Ablösesumme? Ist nicht bekannt.

Ihre Premiere in der Bundesliga-Sportschau feiert Wellmer gleich am ersten Spieltag. Dann werden ihr am Sonnabend ab 18 Uhr über fünf Millionen Fans zuschauen, wie sie über RB Leipzig spricht, Borussia Dortmund, den VfL Wolfsburg oder die Berliner von der Hertha; der Stadt, in der sie lebt. Vereine, zu denen sie keine richtige Bindung hat. Wellmer ist da patriotisch. Ihr Herzensverein ist der F.C. Hansa Rostock.


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