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Mecklenburg-Vorpommern : Jeder zweite Verbraucher wünscht sich ein Haus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Studie: 70 Prozent der Haushalte in MV können sich Immobilienkauf leisten / Große Nachfrage nach Bausparverträgen

svz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 11:45 Uhr

In MV stehen die Chancen für Hauskäufer so gut wie selten: Die Bedingungen, in die eigenen vier Wände zu kommen, seien „zu keiner Zeit“ so günstig gewesen wie derzeit, sagte Mathias Wahsenak, Chef der Maklergesellschaft der ostdeutschen Sparkassen LBS Immobilien GmbH gestern in Schwerin. Selbst für so genannte Schwellenhaushalte sei es bei den derzeit niedrigen Bauzinsen möglich, Immobilien zu kaufen.

Hohe Beschäftigung, gesicherte Verhältnisse, feste Einkommen: Bei jedem zweiten Bundesbürger steht der Immobilienkauf an erster Stelle der Wunschliste, vor der Lebens- und Rentenversicherung.

Für 35 Prozent der 14- bis 29Jährigen steht bereits fest: Sie wollen in den kommenden zehn Jahren eine Immobilie kaufen, geht aus dem Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervor.

Die Mehrheit kann es sich leisten: Marktuntersuchungen zufolge sind in MV 70 Prozent der Haushalte in der Lage, ein ortsübliches Eigenheim zu kaufen, erklärte Werner Schäfer, Vorstandschef der LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse. Die Wohneigentumsquote liege aber im Nordosten nur bei 33 Prozent. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein liegt sie bei 47 Prozent.

Das meiste Geld fließe derzeit in Mecklenburg-Vorpommern in den Kauf von Bestandsimmobilien. Ein- oder Zweifamilienhäuser, auch vermietete gebrauchte Eigentumswohnungen – „das läuft“, meinte Wahsenak. Allein die LBS Immobilien vermittelte in den neuen Ländern im vergangenen Jahr 3900 Objekte für einen Kaufpreis von 386 Millionen Euro – das beste Ergebnis seit 24 Jahren. In MV seien 780 Immobiliengeschäfte vermittelt worden. Der Preis: 101 Millionen Euro.

Dabei greifen immer mehr Verbraucher beim Hauskauf auf Bausparverträge zurück. 2013 habe sich der Gesamtbestand an Bausparverträgen bei der LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse erneut erhöht – um 1,4 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro, teilte LBS-Chef Schäfer mit.

In MV seien im Vorjahr 18 500 neue Verträge abgeschlossen worden, in den neuen Ländern 141 000. Im Schnitt liege die Bausparsumme in MV bei 24 000 Euro. Inzwischen sei die Bausparsumme bei der LBS auf einen Bestand von 21,3 Milliarden Euro gestiegen. Das würde reichen, um 145000 Häuser zu bauen, sagte Schäfer.

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