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Finanzen in MV : Jeder Zweite sorgt sich ums Geld

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

51 Prozent der Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern sind mit ihrer finanziellen Situation unzufrieden und wollen sparen

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 06:25 Uhr

Aus Finanzsicht scheint 2016 kein gutes Jahr für die Deutschen zu werden: 42 Prozent der Bundesbürger machen sich Sorgen um ihre finanzielle Situation – mit 51 Prozent blicken vor allem die Verbraucher aus Mecklenburg-Vorpommern skeptisch auf die kommenden Monate. Mehr als jeder fünfte Deutsche wird seine Ersparnisse ankratzen müssen, um die Ausgaben in diesem Jahr stemmen zu können. Das ergab eine Umfrage unter 1  106 Bundesbürgern des Online-Marktplatzes „RetailMeNot“.

46 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern legen Geld zurück, um sich gut zu fühlen. Bei 13 Prozent gehört es sogar zur Lebensphilosophie. In Brandenburg genießen das Glücksgefühl nach dem Sparerfolg 67 Prozent, in Niedersachsen 41 Prozent.

„Auf dem Weg zum anspruchsvollen und preisbewussten modernen Konsumenten greifen deutsche Verbraucher mittlerweile auf verschiedene Spartechniken zurück“, sagt Karina Spronk, Leiterin Partner Management bei „RetailMeNot“. So versuchen viele Deutsche immer den besten Preis für ein Produkt zu bekommen: 13 Prozent der Menschen in MV, 17 Prozent in Brandenburg, in Niedersachsen sind es 20 Prozent.

Die effektivste Sparmethode ist der Verzicht: So wollen fast zwei Drittel der Sparwilligen in Deutschland ihre Ausgaben reduzieren, indem sie in bestimmten Lebensbereichen weniger einkaufen oder sich bestimmte Anschaffungen ganz verkneifen. Davon abgesehen stellen die Deutschen die ganze Bandbreite ihrer Smart-Shopping-Fähigkeiten unter Beweis: 37 Prozent nutzen Online-Preisvergleiche, 36 Prozent Schlussverkäufe, 32 Prozent Treuepunkte und Bonussysteme . Durch Gutscheine im Internet wollen 31 Prozent der Deutschen weniger Geld beim Einkaufen ausgeben. Gerade Frauen zeigen einen eisernen Sparwillen: 70 Prozent halten durch den Verzicht auf Anschaffungen und 32 Prozent durch verstärktes Selbermachen ihr Geld zusammen. Die Herren setzen dagegen auf intensiven Preisvergleich, 40 Prozent, und den Wechsel zu günstigeren Anbietern, 32 Prozent.

Die großen Geldfresser kennen die Deutschen genau: Zwei von zehn geben zu, zu viel für schlechte Gewohnheiten wie Alkohol- oder Fast-Food-Konsum auszugeben. Um ihre Sparvorhaben einzuhalten, will folglich jeder Fünfte in diesem Jahr die Ausgaben für Club-, Bar- und Restaurantbesuche kürzen. Nur Tageszeitungen, Netflix und Spotify müssen als Kostenstellen noch eher dran glauben: 21 Prozent der Verbraucher wollen Abonnements den Sparriegel vorschieben. 18 Prozent wollen außerdem für Haushaltsgeräte, 16 Prozent für Kleidung und 16 Prozent für Unterhaltungselektronik weniger Geld ausgeben.

Die Studienergebnisse im Überblick lesen Sie hier.

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