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ALARMIERENDE TENDENZ : Jeder Vierte kann nicht schwimmen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schulschwimmen ist in MV Pflicht, aber immer mehr Schwimmbäder schließen

Start in die Badesaison; die DRK-Wasserwacht besetzte gestern erste Rettungstürme in Warnemünde und Markgrafenheide. Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist schon an einigen Badestellen in MV präsent. Weitere Strände an der Ostseeküste und den Binnenseen werden folgen.

Doch die DLRG schlägt auch Alarm: Immer weniger Menschen können schwimmen. Am Ende der vierten Klasse erreicht bundesweit gerade noch die Hälfte der Schüler das Freischwimmerabzeichen. Jeder vierte Erwachsene kann demnach nicht oder nur schlecht schwimmen. Ende der 80er- Jahre lag der Schwimmer-Anteil noch um zehn Prozent höher. Als Gründe nennt die DLRG Bäderschließungen und ausfallenden Schwimmunterricht. Bundesweit seien seit 2007 rund 300 Bäder geschlossen worden, weitere 500 bangten um ihre Existenz.

In MV ist Schulschwimmen zwar in allen Rahmenplänen verankert, doch das Ministerium erhebt keine Daten, wie viele Schulen es anbieten. „Wenn es keine geeigneten Schwimmstätten im näheren Umkreis der Schule gibt..., wird kein Schwimmunterricht angeboten“, heißt es dazu lapidar. Dort, wo Bäder vorhanden sind, funktioniert es gut, bestätigte das Bildungsministerium auf Anfrage. So seien in Schwerin nach der vierten Jahrgangsstufe fast alle Schüler schwimmfähig. Wo keine Hallen genutzt werden könnten, würden Schulen vor den Sommerferien den Schwimmunterricht in Freibäder oder Badeseen verlegen. Per Schulgesetz muss der Schulträger dann auch für die Beförderung der Schüler sorgen.

Mehr Badetote

In  Mecklenburg-Vorpommern sind  im vergangenen Jahr  laut DLRG 37 Menschen ertrunken –  nur ein Teil  von ihnen  stammte auch  aus  dem Land. Deutschlandweit ertranken 446 Menschen an der Küste, in Binnengewässern oder Schwimmbädern. 2012 waren 383 Ertrunkene gezählt worden.

 

 

 

 

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