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Schwerinerin gewann Landesmeisterschaft : „Jeder Strauß muss einen Kick haben"

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Orchideen sind Tina Salows Lieblingsblumen, „weil sie so exotisch schön sind". Bei der „Blumen van der Meer GmbH" in Schwerin macht sie eine Ausbildung zur Floristin - und zwar erfolgreich.

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erstellt am 28.Nov.2011 | 07:32 Uhr

Schwerin | Orchideen sind Tina Salows Lieblingsblumen, "weil sie so exotisch schön sind". Die 19-Jährige kennt sich aus. Bei der "Blumen van der Meer GmbH" in Schwerin macht sie eine Ausbildung zur Floristin - und zwar ausgesprochen erfolgreich: Tina ist Landesmeisterin beim Floristen-Nachwuchs im dritten Lehrjahr. Beim Wettbewerb in Rostock mit insgesa mt 14 Teilnehmern setzte sie sich gegen eine starke Konkurrenz durch.

"Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich den Ausscheid gewinnen könnte, denn es gab so viele tolle Sträuße und Gestecke", sagt Tina, die im Blumengeschäft im Schweriner Hauptbahnhof arbeitet. Beim Leistungsvergleich in der Rostocker Nicolaikirche musste sie wie die anderen Teilnehmer einen Strauß binden und außerdem das Thema "Die besondere Trauergabe" bearbeiten. Eine Jury aus erfah renen Mitgliedern der Prüfungsausschüsse der Industrie- und Han delskammern des Landes bewertete die Arbeiten und hob Tina mit ihrem weiß-rosafarbenen Bogenstrauß und ihrem Gesteck aus Brombeer-Ranken aufs Siegertreppchen.

Die Liebe zu den Blumen liegt bei der 19-Jährigen in der Familie. "Meine Mutti ist auch Floristin, und schon als Kind habe ich immer mit Pflanzen zu tun gehabt", erzählt Tina. Als Floristin könne sie sich frei entfalten und ihre Kreativität ausleben. Dass die Wahl-Schwerinerin, die eigentlich aus Boldenshagen bei Bad Doberan kommt, beim Nachwuchs-Landeswettbewerb so hervorragend abgeschnitten hat, lag aber auch an der guten Vorbereitung und Unterstützung durch ihren Ausbildungsbetrieb - und einem dreiwöchigen Auslandspraktikum im niederländischen Zwolle, das die Schweriner IHK in Zusammenarbeit mit dem regionalen Partner, dem Bilse-Institut, organisiert hatte.

Die IHK in der Landeshauptstadt fördere ganz bewusst die Mobilität in der Berufsausbildung, erklärt Peter Todt, Leiter des Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung. "Innerhalb des Programmes Betriebliche Beratung zur Erhöhung der grenzüberschreitenden Mobilität von Auszubildenden und jungen Beschäftigten unterstützen wir die Unternehmen, die Ausbilder sowie die Auszubildenden bei der Organisation und Durchführung von Auslandspraktika." So hätten bereits zahlreiche Betriebe aus unterschiedlichen Branchen ihre Lehrlinge ein Praktikum im Ausland absolvieren lassen.

"In den Niederlanden habe ich viele Anregungen für meinen Beruf bekommen und auch neue Techniken bei der Zusammenstellung von Sträußen erlernt", berichtet Tina, deren Chef in Schwerin ein gebürtiger Niederländer ist. Das Auslandspraktikum, allein zu sein in einem anderen Land mit einer fremden Sprache, sei auch persönlich eine sehr interessante Er fahrung gewesen.

Ein Jahr noch dauert Tinas Ausbildung. "Danach mache ich vielleicht noch meinen Meister", sagt die 19-Jährige . Reizen könnte sie eine Tätigkeit als Floristin auf einem großen Kreuzfahrtschiff - die Welt entdecken und herrliche Blumenarrangements zusammenstellen. Apropos: Was macht denn eigentlich einen schönen Blumenstrauß aus? "Bei mir muss jeder Strauß einen besonderen Kick haben", betont Tina. Zur richtigen Auswahl der Blumen gehöre immer auch das richtige Accessoire.

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