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Gesundheit : Jeder Fünfte leidet an Depression

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ausgelaugt, unkonzentriert und ohne Energie: Jeder Fünfte in MV erkrankt mindestens einmal im Leben an einer Depression.

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 12:05 Uhr

Ausgelaugt, unkonzentriert und ohne Energie: Jeder fünfte Erwachsene in Mecklenburg-Vorpommern erkrankt Schätzungen zufolge mindestens einmal im Leben an einer Depression. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linke-Abgeordneten Karen Stramm hervor. Nach Angaben der Krankenkasse DAK-Gesundheit geht bereits ein Drittel aller psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeitstage auf eine Depression zurück. Dabei ist hierzulande ein besonders besorgniserregender Zuwachs zu beobachten: Von 2000 bis 2012 nahm die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um 164 Prozent zu – im Bundesdurchschnitt stieg sie im gleichen Zeitraum „nur“ um 85 Prozent.

Im Vergleich der Bundesländer liegt Mecklenburg-Vorpommern bei den Fehltagen wegen psychischer Erkrankungen auf Rang 5. Noch häufiger fehlen Arbeitnehmer in den drei Stadtstaaten und im Saarland wegen psychischer Beschwerden.

Für die Behandlung stehen Betroffenen dem Sozialministerium zufolge an 31 Standorten im Land Tageskliniken zur Verfügung. Das Angebot an tagesklinischen Plätzen für psychisch Kranke sei damit bundesweit beispielgebend: Bei der letzten der im 5-Jahres-Turnus erfolgenden Ländererhebungen standen im Bundesdurchschnitt für 10 000 Einwohner 1,6 Plätze in Tageskliniken bereit, in MV waren es zu diesem Zeitpunkt 2,6 Plätze. Mittlerweile ist diese Zahl sogar auf 4,5 angestiegen. Verbesserungen ergeben sich für psychisch Kranke auch daraus, dass sich aufgrund geänderter Zulassungbedingungen laut Sozialministerium weitere 100 Psychotherapeuten im Land niederlassen können. Wartezeiten auf einen Termin von vier bis sechs Monaten sollen damit der Vergangenheit angehören.

 


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