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Verkehr MV : Jeder Fünfte flieht vom Unfallort

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nur etwa jede zweite Flüchtige wird ermittelt

Fälle von Unfallflucht beschäftigen in Mecklenburg-Vorpommern immer häufiger die Polizei. Bei insgesamt 56.077 Verkehrsunfällen registrierten die Beamten im vergangenen Jahr in 10  708 Fällen Fahrerflucht, teilte das Innenministerium auf Anfrage unserer Redaktion mit. Das waren 667 Fälle mehr als im Jahr zuvor.

Gründe für Unfallflucht sind vielschichtig: Täter haben oft Angst vor einer Höherstufung in der Haftpflichtversicherung. „Die Polizei stellt aber auch fest, dass Verdächtige sich deshalb nicht stellen, weil sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren sind, manchmal ist es aber auch einfach nur Sorglosigkeit“, sagte Michael Teich, Pressesprecher im Innenministerium.

Meistens handelt es sich um Unfälle mit Bagatellschäden. Allerdings nahmen Autofahrer im vergangenen Jahr auch in 475 Fällen Reißaus, obwohl Verletzten geholfen werden musste. Außerdem wurde Fahrerflucht nach 216 Unfällen mit bedeutenden Sachschäden registriert.

Etwa jede zweite Fahrerflucht wird durch die Polizei aufgeklärt. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei Unfällen mit Verletzten bei 43 Prozent und mit Sachschäden bei 53 Prozent.

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ist eine Straftat. „Wer Fahrerflucht begeht, muss mit Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe rechnen“, so der Ministeriumssprecher. Zudem wird gegen den Straftäter in den meisten Fällen eine Führerscheinsperre von zwei Jahren verhängt.

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erstellt am 30.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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