zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern : Jeder Fünfte arbeitet für die Gesundheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Studie belegt: Branche mit großem Potenzial. Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen hoch

Die Gesundheitswirtschaft ist einer Studie zufolge der wichtigste Beschäftigungsmotor im Nordosten und damit Impulsgeber für die gesamte Volkswirtschaft. In der Branche arbeiten aktuell 136 600 Erwerbstätige. „Damit besteht jeder fünfte Arbeitsplatz im Land innerhalb der Gesundheitswirtschaft“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern in Rostock. Weitere rund 100 000 Erwerbstätige stünden mit der Branche in Verbindung.

Mit der 45 000 Euro teuren Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifor seien erstmals Zahlen ermittelt worden, mit denen künftig ein Vergleich mit dem Bund und anderen Bundesländern möglich ist, hieß es. „In keinem anderen Bundesland ist die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft so groß wie in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Wifor-Geschäftsführer Dennis Ostwald. Auch sei der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen mit 78 Prozent sehr hoch.

In der Branche werden demnach pro Jahr 5,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Sie habe damit einen Anteil von 14,5 Prozent an der regionalen Wirtschaft. „Jeder siebte Euro wird in dieser Branche erwirtschaftet“, sagte Ostwald. Dazu kämen noch einmal rund 5 Milliarden Euro an Leistungen und Erträgen im weiteren Umfeld, die sogenannte Bruttowertschöpfung würde sich so auf rund 10 Milliarden Euro addieren.

„In Mecklenburg-Vorpommern sind die Chancen in der Gesundheitswirtschaft früher als in anderen Bundesländern erkannt worden“, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Das Land stehe für Gesundheitsurlaub, für innovative Produkte aus der Medizintechnik und für gesundheitsfördernde Lebensmittel.

Ein großer Vorteil der Branche sei ihre Krisenresistenz, sagte Ostwald. Angesichts der demografischen Entwicklung brauche man nicht viel Fantasie, dass trotz zunehmenden Kostendrucks die Gesundheitsausgaben stetig steigen werden. An diesem Marktpotenzial werde die Branche im Nordosten teilhaben.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen