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Niedrige Renten : Jedem Dritten im Osten droht Altersarmut

vom
Aus der Onlineredaktion

Das Risiko, eine Rente unterhalb der Armutsgrenze zu beziehen, wird sich vor allem in Ostdeutschland in den nächsten Jahren deutlich erhöhen

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Gut jeder Dritte im Osten laufe nach einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bis 2036 Gefahr, eine Rente unterhalb der Armutsgrenze zu beziehen, berichtet das MDR-Magazins „Exakt“. Während das Armutsrisiko im Westen bis dahin von derzeit 15 auf 17 Prozent steigen würde, erhöhte es sich im Osten parallel von derzeit 21 auf 36 Prozent. Von Armut betroffene Rentner erhalten laut DIW nur 60 Prozent oder weniger der Durchschnittsrente.

Auch aus neuen Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat geht hervor, dass in Deutschland immer mehr Menschen im Alter von 65 Jahren und älter von Armut bedroht sind. Lag die Zahl im Jahr 2006 bei 1,88 Millionen, so waren im Jahr 2016 bereits 2,86 Millionen Bürger betroffen. Das waren noch einmal 127 000 Menschen mehr als im Jahr 2015. Dies geht aus den Daten hervor, die unserer Redaktion vorliegen und von der Linken-Bundestagsfraktion ausgewertet worden sind. Im vergangenen Jahr waren demnach 17,6 Prozent aller Menschen im Alter von 65 und älter in Deutschland von Armut bedroht. Vor zehn Jahren lag der Prozentsatz mit 12,5 Prozent deutlich niedriger. Gegenüber 2015 ging die Quote um 1,1 Prozentpunkte weiter nach oben. Als armutsbedroht gilt, wer über weniger als 60 Prozent des Durschnittseinkommens verfügt. In der Euro-stat-Auswertung lag die Grenze für Deutschland bei 1063,75 Euro pro Monat.


 

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