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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 22:34 Uhr

Hund erschossen : Jäger muss 1800 Euro zahlen

vom

Gericht verurteilt Waidmann, weil er streunenden Hund erschoss

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 19:06 Uhr

Das Amtsgericht in Waren an der Müritz hat einen Jäger, der einen streunenden Hund getötet hat, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe verurteilt. „Das Tier ist ohne vernünftigen Grund getötet worden“, sagte Richter Manfred Thiemontz gestern  in der Urteilsbegründung. Zudem habe der Angeklagte nicht die nötige Berechtigung gehabt, wildernde Tiere zu töten. Der Mann soll 1800 Euro (30 Tagessätze zu je 60 Euro) zahlen und drei Monate nicht jagen dürfen.

Der 60-jährige Jäger hatte zugegeben, den Bärenhund im Juni 2015 in seinem Revier bei Alt Schloen östlich von Waren erschossen zu haben. Das etwa 60 Kilogramm schwere Tier habe mit einem anderen Hund  gewildert, erklärte er. So soll der getötete Hund etwa hinter Hasen hergelaufen sein.

Beide Tiere sollen von einem etwa 500 Meter entfernten Urlauberhof stammen. Dessen Besitzer hatte den erschossenen Hund später gefunden und den Jäger angezeigt. Das Gericht schenkte der Darstellung des Jägers wenig Glauben: „Es lag keine Situation vor, die einen Abschuss gerechtfertigt hätte“, sagte Thiemontz. Wild sei nicht mehr gefährdet gewesen.

Die Jagd sei ein gefährliches Hobby. „Deshalb müssen die Sorgfaltspflichten hochgeschraubt werden.“

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