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Wismars Schnabelwal : Irrgäste überleben selten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verendeter Schnabelwal in der Ostsee kein Einzelfall

Der vor der Küste Schwedens tot gestrandete Schnabelwal hat nach Einschätzung der Forscher des Deutschen Meeresmuseums nur geringe Überlebenschancen in der Ostsee gehabt. Bis auf ein Kalb, das 1993 vermutlich wieder allein zurück in die Nordsee gefunden habe, seien alle bekannten, als Irrgast in die Ostsee gelangten Schnabelwale verendet, sagte der Kurator für Meeressäuger, Michael Dähne, gestern in Stralsund. Die Forscher gehen davon aus, dass es sich bei dem Kadaver um den Wal handelte, der zuvor drei Wochen lang in der Wohlenberger Wiek geschwommen und dort viele Schaulustige angezogen hatte.

Geschlecht und Größe stimmten überein, sagte Dähne. Die Narben eines Neunaugenbisses an der rechten Körperhälfte, über den sich das Tier einhundertprozentig identifizieren lasse, seien vermutlich nicht mehr erkennbar, da sich beim Fund am Freitag bereits die Haut abgeschält habe. Der Wal wird von Wissenschaftlern des Naturwissenschaftlichen Museums Stockholm untersucht.

Die Todesursache ist bislang unbekannt. „Wir müssen jetzt das Ergebnis der Autopsie abwarten“, sagte Dähne. Zu prüfen sei, ob das Tier verhungert sei. Normalerweise jagen Sowerby-Zweizahnwale in Atlantik und Nordsee in 800 Meter Tiefe nach Tintenfisch. Die Wissenschaftler aus Stralsund hatten über drei Wochen das Verhalten des Wales in den Flachgewässern der Wohlenberger Wiek studiert.

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