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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 07:04 Uhr

Wirtschaft : Iran zieht MV-Firmen an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

30 Unternehmer aus dem Land gehen auf Markterkundungsreise

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Das Thema ist ungewöhnlich – aber gefragt: „Erfolgreich im Iran: Business- und Kultur-Knigge für Unternehmen“. Für den gleichnamigen Workshop der IHK zu Schwerin gab es gestern mit 27 Anmeldungen „deutlich mehr Interessenten, als wir zu hoffen gewagt hatten“, so IHK-Sprecher Andreas Kraus. Viele Teilnehmer werden Ende Mai, Anfang Juni an einer branchenübergreifenden Markterkundungsreise der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt in den Iran teilnehmen. 30 Unternehmer aus dem Land haben sich dafür angemeldet.

Dazu gehört auch der Geschäftsführer der Schweriner Airsense Analytics GmbH Wolf Münchmeyer. Die Delegationsreise sei „eine gute Gelegenheit zum richtigen Zeitpunkt“, meint er. Zwar sei noch offen, ob das auf Katastrophenschutz spezialisierte Unternehmen in den Iran importieren dürfe. Es gebe aber bereits Kontakte zum dortigen Katastrophenschutz – „ein Bedarf an sicherer Technologie bei der Bekämpfung von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahrensituationen ist auf jeden Fall gegeben“, so Münchmeyer.

Die IHK spricht vom Iran als einem „neuen Absatzmarkt mit Zukunft“. Nachdem die Internationale Atomenergiebehörde Anfang des Jahres den massiven Rückbau des iranischen Atomprogramms bestätigte und damit das Ende der Sanktionen gegen die Islamische Republik einläutete, hat diese nach jahrelanger wirtschaftlicher Isolation einen großen Nachholbedarf. Das potenzielle Investitionsvolumen wird nach Angaben der IHK bis 2023 auf etwa 1000 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Drittel des Bedarfes soll von ausländischen Investitionen gedeckt werden.

Neben Maschinen- und Anlagenbau, Gesundheits- und Ernährungswirtschaft, Logistik und Medizin-Technik werden vor allem der Erneuerbare-Energien-Branche gute Chancen ausgerechnet, sich im Iran neue Märkte zu erschließen. Denn das Erdöl, das für das Land nach wie vor die größte Einnahmequelle darstellt, sei vor allem für den Export bestimmt, heißt es aus dem Schweriner Energieministerium. Die Binnennachfrage nach Energie soll dagegen aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Unternehmen aus MV hätten hier großes Potenzial. Um sie zu unterstützen, habe Energieminister Christian Pegel (SPD) die Leitung der MV-Delegation übernommen.


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