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Schleuser : Irakische Flüchtlinge im Hafen aufgegriffen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Familie aus dem Irak über die Türkei, Griechenland, Ungarn und Österreich nach Rostock geschleust

Ihre 17-tägige Flucht aus dem Irak endete in Rostock: Eine ganze Familie ist am Montagnachmittag bei einer Kontrolle im Seehafen aufgegriffen worden. Bundespolizisten waren der Vater (39), die Mutter (35) und drei Kinder im Alter von drei, vier und fünf Jahren im Transporter eines Belgiers irakischer Abstammung aufgefallen. Sie hatten Polizeiangaben zufolge keine Ausweispapiere bei sich.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Familie aus dem Irak über die Türkei, Griechenland, Ungarn und Österreich nach Deutschland geschleust wurde. Neben dem Transport in einem Laster oder per Zug musste die Familie mit den drei kleinen Kindern auch Teilstrecken zu Fuß zurücklegen. Der Rest der Reise sollte dann mit dem Auto in Richtung Skandinavien erfolgen. Hierfür musste der Vater insgesamt 9000 US-Dollar – umgerechnet rund 8000 Euro – an die Schleuser zahlen, so die Bundespolizei.

Gegen den belgischen Schleuser, der sich mit gültigen Papieren ausweisen konnte, leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren ein. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung durfte der Mann die Dienststelle wieder unbehelligt verlassen. Die irakische Familie stellte einen Asylantrag und wurde zur zentralen Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) weitergeleitet.

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