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Jahresempfang der IHK Schwerin : Investoren können sofort anfangen

vom
Aus der Onlineredaktion

Spitzentreffen der Wirtschaft in Schwerin: Beim Jahresempfang der IHK weitere Ansiedlungen in Westmecklenburg angekündigt

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Das zieht an: Die Ansiedlung des Weltkonzern Nestlé in Schwerin hat bei Investoren aus dem In- und Ausland ein wachsendes Interesse am Standort Mecklenburg ausgelöst. Das „wirkt wie ein Leuchtturm“, erklärte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Schwerin (IHK) Hans Thon gestern beim Jahresempfang der Kammer in Schwerin: „Das hat den Standort aufgewertet.“ Mit der Aufnahme Schwerins und des Altkreises Parchim Anfang 2017 in die Metropolregion Hamburg könne die Region ihre Chancen im Ansiedlungsgeschäft weiter verbessern, warb der Kammerchef vor 400 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Der Kaffeekapselproduzent Nestlé, der Flugzeugsitzbauer ZIM, der Folienveredler FVH: In Schwerins Industriegewerbegebiet Göhrener Tannen hätten sich inzwischen die nächsten Investoren angemeldet. Nach Kontakten mit dem Rohstoffproduzenten FVH, Folienveredlung, der nach Investitionen von 18 Millionen Euro seit einigen Monaten in einem neuen Werk in Schwerin Kunststoffgranulat für die Folienherstellung produziert, habe ein Folienhersteller aus Süddeutschland Interesse an einem neuen Produktionsstandort in Schwerin angemeldet, teilte FVH-Chef Michael Hofmann gestern. Und auch sein eigenes Unternehmen plane kurz nach Produktionsstart ein weiteres Engagement. So solle kurzfristig der bisher in Hamburg angesiedelte Anlagenbau für die patentierte Technologie zur Granulatherstellung aus Folienabfall in Schwerin angesiedelt werden, kündigte Hofmann gestern überraschend an. Damit werde FVH die bislang 40 Mitarbeiter zählende Belegschaft in Schwerin bis 2018 auf etwa 150 aufstocken.

Der Standort kann punkten: MV werde die Konzentration auf den ersten Arbeitsmarkt, mit einer besonderen Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen fortsetzen, kündigte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) vor der Wirtschaftsspitze des Landes an. Für Schwerin spreche die Lage zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin, die Nähe zu Skandinavien und Osteuropa und die gute Anbindung an den Hamburger Hafen, gab Michael Georg Ulrich, Ex-Vorstand des Nestle-Konzerns seine Ansiedlungserfahrungen in MV wieder. Er habe in Dubai, Russland oder anderswo für Nestle Fabriken gebaut: „Aber die Betreuung in Schwerin war sehr, sehr außergewöhnlich“, sagte Ulrich. Kurze Genehmigungsverfahren, das Kultur-, Freizeit- und Naturangebot – „das macht den Standort attraktiv“. Die Region hebe sich im Vergleich zu anderen Standorten mit einem „proaktiven Handeln der Behörden in Schwerin und auf Landesebene hervor“, bestätigte auch FVH-Chef Hofmann. Kammerchef Thon: „Investoren können bei uns sofort anfangen.“

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