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Unternehmen in MV : Investoren bringen Arbeit ins Land

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sassnitz, Rostock, Schwerin: 250 neue Jobs in nächsten Monaten

svz.de von
erstellt am 30.Apr.2016 | 06:30 Uhr

Das bringt Arbeit in den Norden: In- und ausländische Investoren wollen in den kommenden Monaten in Mecklenburg-Vorpommern mindestens fünf neue Unternehmen ansiedeln und 250 zusätzliche Jobs schaffen. Gestern legte die Deutsche Bogenn GmbH, eine Tochter der türkischen MIR Holding aus Istanbul, im Fährhafen Sassnitz den Grundstein für ein neues Werk zur Herstellung von Kunststoffrohren – 70 neue Jobs bis zum Jahresende. Die Trinkwasser-, Abwasser- und Heizungs- und Bewässerungsrohre, zum Teil mit einem Durchmesser bis zu 2,60 Meter, sollen von Sassnitz aus u. a. auf dem deutschen Markt aber auch in Russland und Osteuropa . Premiere für MV: „Die Deutsche Bogenn ist die erste Industrieansiedlung aus der Türkei bei uns im Land“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph. 31 Millionen Euro stecken die Kapitalgeber vom Bosporus in das Werk, davon geben die Steuerzahler neun Millionen Euro.

In Schwerin will der Luftfahrtzulieferer ZIM aus Markdorf am Bodensee in Baden-Württemberg ab kommenden Mittwoch Millionen in den Bau ein neues Werk zur Fertigung von Flugzeugsitzen stecken. Ab 2017 sollen im Industriepark jährlich 20 000 Flugsitze hergestellt werden – Arbeit für 64 Frauen und Männer. In diesem Jahr gebe es eine Reihe von Neuansiedlungen, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): „Das wird sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen.“ Früheren Angaben zufolge sind vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, in der Medizintechnik und Ernährungswirtschaft neue Projekte geplant.

Neue Jobs auch in Rostock und Stralsund: An der Warnow will die Deutsche Großwälzlager GmbH der russischen Kirov-Gruppe schon Ende Mai im neuen 15 Millionen Euro teuren Werk die Produktion von Großwälzlagern mit einem Durchmesser von bis zu sechs Metern starten – mit 22 neuen Arbeitsplätzen. Später soll die Zahl der Mitarbeiter auf 55 steigen. Im Industriegebiet Poppendorf im Landkreis Rostock hat der Medizintechnikspezialist Clearum indes in einem neuen Werk mit der Produktion von synthetische Hohlfasermembranen begonnen – 80 Arbeitsplätze. Mittelfristig sollen nach Unternehmensangaben Dauerarbeitsplätze im dreistelligen Bereich entstehen. Am Strelasund plant das Unternehmen ISW Institut für Soft- und Hardwareauswahl ein neues Rechenzentrum mit 24 Arbeitsplätzen.

 

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