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Meeresmuseum Stralsund : Inventur bei Muräne & Co.

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mitarbeiter von Meeresmuseum und Ozeaneum haben ihre Schützlinge gezählt – und das ist in den Aquarien nicht so einfach

Aquarien-Inventur im Deutschen Meeresmuseum: Mitarbeiter von Ozeaneum und Meeresmuseum haben ihre Schützlinge – vom Wattwurm bis zur Meeresschildkröte – gezählt. Demnach leben in den Aquarien des Meeresmuseums 839 Wirbeltiere von 180 Arten, wie die Einrichtung mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die „Artenvielfalt“ der Wirbeltiere im Meeresmuseum um 17 Arten geschrumpft, während sie im Ozeaneum um vier auf 99 Arten anwuchs. In den Aquarien des Ozeaneums sind 3441 Wirbeltiere zu finden. Gezählt wurden auch die wirbellosen Tiere, von denen das Meeresmuseum 211 Exemplare und das Ozeaneum 2039 Tiere beherbergt.

Laut Aquarienleiterin Nicole Kube ergeben sich die jährlichen Schwankungen daraus, dass Becken beispielsweise passend zu den wechselnden Jahresthemen umgestaltet werden. Zudem würden manche Arten nicht nachbesetzt, weil sich ihre Haltung im Aquarium als schwieriger erwiesen hat, als ursprünglich angenommen, sagte Kube.

Jüngstes Beispiel sei der Sanddollar, eine kleine Seeigel-Art, dem das Leben in den Aquarien nicht so gefallen habe. Bei den Kleingefleckten Katzenhaien und den Grasnadeln gelangen hingegen gezielte Nachzuchten.

Zu den Tieren, die im Meeresmuseum zu sehen sind, gehören Meeresschildkröten, Doktorfische und Korallen. Im Ozeaneum mit 50 Aquarien zu den nördlichen Meeren leben unter anderem Humboldtpinguine, Dorsche, Anemonen, ein Riesenkrake und – 19 Wattwürmer.

Das Zählen der schwimmenden, auf dem Meeresboden liegenden, eingegrabenen oder hinter Felsen versteckten Tiere ist nicht einfach. Die Tierpfleger bedienen sich dabei einiger Tricks: So werde während einer Fütterung gezählt, wenn sich alle Fische aus der Deckung begeben, sagte Kube. Bei komplizierten Fällen mit besonders kleinen Tieren oder im Schwarmfischbecken helfe auch ein Foto, um die Anzahl der Tiere zu bestimmen. Bei kleineren Exemplaren – wie Polypen – komme auch eine Methode aus der Vogelbeobachtung im Einsatz – die Rasterzählung, bei der eine kleine Gruppe ausgezählt und der Rest anhand dieser Gruppe geschätzt werde.

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