P+S-Pleite : Insolvenzverwalter darf nicht erneut aussagen

Im Werften-Untersuchungsausschuss des Landtags ist Streit über das weitere Vorgehen entbrannt.

von
25. März 2015, 07:50 Uhr

Im Werften-Untersuchungsausschuss des Landtags ist Streit über das weitere Vorgehen entbrannt. Die Opposition will P+S-Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann erneut in den Zeugenstand rufen, um ihn über neue Erkenntnisse zu Fehlern im Sanierungsgutachten für die Werften in Stralsund und Wolgast zu befragen. Ohne jede inhaltliche Begründung sei der Antrag der Fraktionen der Linken und Bündnisgrünen jedoch von den Koalitionsfraktionen abgelehnt worden, sagte die Obfrau der Linken, Jeannine Rösler, gestern.

Sie warf SPD und CDU vor, die Arbeit des Ausschusses zu blockieren. Die Regierungsfraktionen wollten offenbar schnellstmöglich einen Schlussstrich ziehen.

Brinkmann habe in seiner Zeugenvernehmung Anfang März dem Ausschuss selbst eine erneute Aussage angeboten, sobald ihm neue Erkenntnisse aus weiteren Überprüfungen vorliegen. Neben Fehlern im Sanierungsgutachten der Beratungsgesellschaft KPMG gehe es dabei auch um die Realisierbarkeit der Scandlines-Aufträge, die möglicherweise von Anfang an wenig erfolgversprechend gewesen seien. „Auch die Landesregierung war aktiv daran beteiligt, dass diese Aufträge an Land gezogen werden konnten“, so Rösler. Sie kündigte einen erneuten Antrag auf Befragung von Brinkmann an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen