Universität Greifswald : Ingenieure dringend gesucht

Das Hauptgebäude der Universität in Greifswald.

Das Hauptgebäude der Universität in Greifswald.

Unternehmen in Vorpommern suchen Techniker und Ingenieure. Abhilfe schaffen könnte ein Studiengang an der Uni in Greifswald.

svz.de von
12. September 2018, 20:45 Uhr

Der Unternehmerverband Vorpommern plädiert für die Einrichtung einer ingenieurwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Greifswald, um dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken.

Die Region brauche eine wirtschaftsnahe, universitäre Forschung, sagte der Präsident des Unternehmerverbands Gerold Jürgens am Mittwoch. Der Verband hat sich eigenen Angaben zufolge mit dieser Bitte in einem offenen Brief an die Landesregierung gewandt. Die Wirtschaft in der Region benötige dringend den fachlichen Nachwuchs. Nicht nur Technologieunternehmen profitierten. Auch die Medizinerausbildung verlange heute technisches Know-how.

Rektorin: Uni attraktiver machen

Die Rektorin der Universität, Professor Johanna Eleonore Weber, begrüßte die Unternehmerinitiative. Eine Erweiterung des gegenwärtigen Fächerspektrums der Universität um den Bereich der Technik- und Ingenieurwissenschaften wäre eine wesentliche Maßnahme, die Universität nicht nur für die gewünschten internationalen Studierenden, sondern auch für Studierende aus Deutschland attraktiver zu machen, sagte Weber. Man stimme mit dem Unternehmerverband darin überein, dass der Universität bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Region eine entscheidende Rolle zukommt.

In dem Brief forderte der Verband zudem mehr Unterstützung beim Ausbau der Mobilfunkstandorte. Noch immer gebe es Landesteile in Vorpommern, in denen EC-Kartenzahlungen wegen unzureichender Netzabdeckung nicht möglich seien, kritisierte der Verband mit seinen rund 250 Mitgliedsunternehmen. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass wichtige Telefonate oder sogar Rettungseinsätze unter Verbindungsproblemen litten.

Als weiteren Schwerpunkt benannte der Verband die Gewinnung von ausländischen Arbeitskräften und verwies auf bestehende Projekte mit Vietnam, Mexiko und Brasilien. Diese Projekte müssten stärker politisch mitgetragen und gefördert werden. Unerlässlich dafür sei ein Einwanderungsgesetz.

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