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Benzin und Diesel billiger : Inflation in MV unter einem Prozent

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit 1,35 Euro für den Liter Super und 1,20 Euro für Diesel erreichten die Durchschnittspreise Ende 2014 das Niveau von 2010.

Feiertagsausflüge machen in diesem Jahr besondere Freude. Grund sind die niedrigen Benzin- und Dieselpreise: Mit 1,35 Euro für den Liter Super und 1,20 Euro für Diesel erreichten die Durchschnittspreise Ende 2014 das Niveau von 2010. Gesunkene Kraftstoff- und Energiekosten sind nach Angaben des Statischen Amtes in Schwerin ein Hauptgrund für den kaum spürbaren Anstieg der Lebenshaltungskosten im zurückliegenden Jahr.

Für 2014 rechnen die Fachleute mit einem Plus von 0,7 bis 0,8 Prozent. Damit läge die Inflationsrate halb so hoch wie 2013, als der Preisauftrieb 1,6 Prozent betragen hatte. Weniger als ein Prozent hatte es laut Statistikamt letztmals 2009 gegeben.

Den Erhebungen zufolge sanken die Kraftstoffpreise im Jahresverlauf um deutlich mehr als drei Prozent. Schon 2013 hatten sie um 4,1 Prozent nachgegeben. Für Strom, Heizöl und Gas mussten Verbraucher insgesamt 0,8 Prozent weniger ausgeben als noch 2013. Nimmt man die Kraftstoffe dazu, waren es 1,7 Prozent.

Haushaltsenergie und Sprit würden etwa elf Prozent der Ausgaben einer Durchschnittsfamilie ausmachen, sagte Dieter Gabka vom Statistischen Amt Schwerin. In ähnlicher Größenordnung schlagen sich Lebensmittel bei den Ausgaben nieder. Nahrungsgüter und alkoholfreie Getränke seien entgegen den Erwartungen nur geringfügig um 0,6 Prozent teurer geworden. „Ende 2013 lag die Preissteigerung bei 4,4 Prozent. Die Befürchtung, dass es 2014 so weitergeht, war nicht unbegründet, erwies sich aber als falsch“, so Gabka. Gute Ernten und möglicherweise Ausfuhrbeschränkungen für Milch- und Agrarprodukte nach Russland hätten sich als preisdämpfend erwiesen.

Wie die vorläufigen Erhebungen zeigen, stiegen die Ausgaben für das Bildungswesen sowie von Produkten und Leistungen für die Körperpflege um 3,4 Prozent. Der Besuch beim Friseur wurde gleich 8,1 Prozent teurer. Ob diese Preissteigerung im Vorgriff auf den von Januar an geltenden gesetzlichen Mindestlohn erfolgte, konnte Gabka nicht sagen.

Das Taxigewerbe hatte deshalb für das neue Jahr bereits Preissteigerungen angekündigt. Da viele Nahverkehrsbetriebe die Ticketpreise gerade angehoben haben, ist im Bereich Verkehr 2015 mit einem Kostenzuwachs zu rechnen. Dieser Sektor schlägt im Warenkorb mit knapp 15 Prozent zu Buche. Mit 32 Prozent ist Wohnen der mit Abstand größte Einzelposten. Doch anders als Metropolen wie Berlin oder Hamburg verzeichnet die Statistik für MV keine hohen Mietpreissteigerungen. Rückläufig waren dagegen die Kosten für das Telefonieren, das fast zehn Prozent billiger ist als 2010, Internetnutzung mit eingerechnet.

 

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