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Mecklenburg- Vorpommern : In sieben Tagen sechs Badeopfer

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Die Zahl der Toten beim Baden und Wassersport ist in Mecklenburg- Vorpommern am Wochenende weiter auf mindestens sieben seit Mai gestiegen. Alleine seit vergangenen Sonntag waren es sechs Opfer.

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erstellt am 15.Jul.2013 | 12:04 Uhr

Schwerin | Die Zahl der Toten beim Baden und Wassersport ist in Mecklenburg- Vorpommern am Wochenende weiter auf mindestens sieben seit Mai gestiegen. Alleine seit vergangenen Sonntag waren es sechs Opfer. Die Leiche eines vier Tage lang vermissten 48-jährigen Kajakfahrers wurde von einem Bootsfahrer am Samstag in Ralswiek auf Rügen entdeckt. Der Tote habe im Schilf im Wasser gelegen, so die Polizei. Es handle sich um einen Mann aus Nienhagen bei Celle (Niedersachsen). Er wurde seit einem Bootsunfall auf dem Jasmunder Bodden am Dienstag vermisst.

Auf Usedom ist am frühen Samstagmorgen ein 35-jähriger Urlauber aus Berlin tot aus dem Wasser geborgen worden. Der Mann habe mit Freunden in der Nacht am Strand von Ückeritz gefeiert. Zum Sonnenaufgang seien sie baden gegangen. Plötzlich sei der 35-Jährige im hüfttiefen Wasser nicht mehr zu sehen gewesen. Kurz danach fanden die anderen den Mann leblos im Wasser, brachten ihn ans Ufer und versuchten, ihn zu reanimieren. Zudem verständigten sie die Rettungsleitstelle. Dem bald darauf eintreffenden Notarzt gelang es nicht mehr, den Urlauber wiederzubeleben. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen von Ertrinken als Todesursache aus. Inwieweit Alkohol zu dem Unfall beigetragen hat, könne derzeit nicht gesagt werden.

Knapp eine Woche nach einem Badeunfall bei Heringsdorf auf der Insel Usedom (Vorpommern-Greifswald) ist eine 31-jährige Mutter ihren Verletzungen erlegen. Die Frau starb am Freitag in einer Klinik, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Neubrandenburg. Ihr neunjähriger Sohn war bereits zuvor in Folge des Badeunfalls ums Leben gekommen. Rettungsschwimmer hatten am 7. Juli zunächst die 31 Jahre alte Mutter am Strand von Usedom leblos treibend gesehen, geborgen und wiederbelebt. Badegäste informierten die Einsatzkräfte dann, dass auch der Sohn unweit der Seebrücke baden gegangen war. Der Junge wurde kurz danach ebenfalls bewusstlos geborgen und wiederbelebt. Das Kind starb wenig später in der Klinik. Mutter und Kind stammten aus Pasewalk im Süden Vorpommerns und hatten sich in einer Mutter-Kind-Klinik zur Kur aufgehalten.

In Warnemünde bei Rostock war am Mittwoch ein elfjähriger Junge bei starkem Wind und Wellengang ertrunken. Am Tag davor war ein 72-jähriger Urlauber aus Sachsen auf Usedom beim Baden gestorben. In einem See bei Jatznick (Vorpommern-Greifswald) ertrank bereits im Mai ein Mann.

Damit sind in Mecklenburg-Vorpommerns in dieser Saison mindestens sieben Menschen im Wasser ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder.

Im vorigen Jahr starben nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Mecklenburg-Vorpommern 30 Menschen beim Baden, neun mehr als 2011. Bundesweit ertranken den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 383 Menschen.

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