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Trotz Terrorgefahr : In MV wächst die Reiselust

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Terrorgefahr, politischen Krisen und wirtschaftlichem Nachholbedarf zum Trotz: Ein Drittel geht 2017 länger auf Urlaubsreise

Die Mecklenburger und Vorpommern lassen sich den Urlaub nicht vermiesen: Terrorgefahr, politischen Krisen im In- und Ausland und wirtschaftlichem Nachholbedarf zum Trotz bleibt die Reiselust ungebrochen – und wächst. So wollen mehr als ein Drittel der Mecklenburger und Vorpommern in diesem Jahr länger in die Ferien fahren als noch im vergangenen Jahr, ergab eine gestern vorgestellte Marktanalyse der Reiseanbieters Post Reisen. Ermittelt wurden das Reise- und Buchungsverhalten sowie das Sicherheitsbedürfnis der Befragten. Etwa die Hälfte der Einwohner will 2017 zumindest ebenso viele Urlaubstage machen wie 2016.

 

Gleich dreimal wollen die Mecklenburger und Vorpommern in diesem Jahr die Koffer packen – für einen Lang- und zwei Kurztrips, so die Umfrage. Allerdings nimmt bei den Urlaubern aus dem Nordosten angesichts der Krisenlagen in der Welt wie beispielsweise in der Türkei offenbar die Angst etwas zu. 15 Prozent derjenigen, deren Urlaubswahl von Sicherheitsfragen zumindest teilweise beeinflusst wird, wollen 2017 auf Flugreisen gänzlich verzichten. Jeder Zweite plant, seltener ins Ausland zu reisen, während 36 Prozent ausländische Großstädte meiden wollen. Und so gewinnt das eigene Land als Reiseziel an Bedeutung: „Dass die Deutschen 2017 mehr verreisen und ihren Urlaub mehrheitlich in Deutschland verbringen möchten, ist für den Tourismus hierzulande eine erfreuliche Botschaft zum neuen Jahr“, erklärte Post-Reisen-Chef Joachim Wessels.

So suchen fast drei Viertel der Mecklenburger und Vorpommern ihr Reiseziel im eigenen Land, ein Fünftel in Spanien. Dabei zieht es jeden zweiten Urlauber an den Strand – 23 Prozent auf die Ostsee-Inseln, 17 Prozent an die Ostseeküste und zehn Prozent auf die Kanarischen Inseln. 28 Prozent der Wanderurlauber aus MV geben als bevorzugtes Urlaubsziel die Mecklenburgische Seenplatte an, elf die Sächsische Schweiz und neun Prozent Tirol. Bei Städtereisenden aus MV stehen in diesem Jahr Hamburg (17 Prozent), Barcelona (13) und Berlin (10) aus Urlaubsziele fest. Die Reisepläne versprechen der Tourismuswirtschaft gute Einnahmen: Fast ein Drittel der Urlauber aus dem Nordosten will sich in diesem Jahr trotz allem die Ferienreise mehr kosten lassen als im vergangenen Jahr, zehn Prozent gehen von Einschnitten in der Reisekasse aus. Im Schnitt, so ergab die Umfrage, gibt jeder Haushalt in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr 2276 Euro in die Urlaubskasse – 495 Euro weniger als im Bundesschnitt.

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