Aberglaube? : In MV nehmen Unfälle am Freitag, dem 13. zu

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Ist Freitag der 13. ein besonders unglücksträchtiger Tag, wie viele Menschen fürchten?

Karin.jpg von
13. März 2015, 07:52 Uhr

Ist Freitag der 13. ein besonders unglücksträchtiger Tag, wie viele Menschen fürchten? Jein, sagt die Sprecherin der Techniker Krankenkasse in Mecklenburg-Vorpommern, Heike Schmedemann, die dafür die bei der Kasse auflaufenden Unfallmeldungen ihrer Versicherten ausgewertet hat.

„Im Vergleich zu vergangenen Auswertungen hat sich das Bild seit 2011 ein wenig gewandelt“, stellt die TK-Sprecherin fest. Während zuvor in Mecklenburg-Vorpommern anhand der Unfallzahlen von keiner erhöhten Unfallgefahr am Freitag dem 13. ausgegangen werden konnte, hätten sie seit 2011 deutlich zugenommen und lägen über dem sonstigen Durchschnitt.

So ereigneten sich 201 0 an „normalen“ Freitagen durchschnittlich 37 Unfälle, am Freitag, dem 13. August 2010 waren es dagegen nur 27. Ein Jahr darauf dann die Umkehr: 38 Unfällen an sonstigen Freitagen standen 49 am 13. Mai gegenüber. 2012 betrug die Relation 42 zu 47, in jenem Jahr fiel der 13. gleich dreimal auf einen Freitag: im Januar, April und Juli. Auch 2013 gab es zwei 13. an Freitagen, im September und Dezember. An diesen Tagen ereigneten sich durchschnittlich 48 Unfälle, an den übrigen Freitagen dagegen nur 42.

Erst im vergangenen Jahr kam es wieder zur Besserung: 40 Unfälle ereigneten sich am Freitag dem 13. Juli, an anderen Freitagen waren es durchschnittlich 44.

In diesem Jahr wird der 13. wieder dreimal auf einen Freitag fallen, im Februar, März und November – ob und wie das die Statistik beeinflussen wird, vermag Heike Schmedemann nicht vorauszusagen.

Ein Hoffnungsschimmer für abergläubische Menschen können die bundesweiten Zahlen aus dem vergangenen Jahr sein: Am 13. Juli 2014 ereigneten sich 2344 Unfälle, während es an anderen Freitagen des Jahres durchschnittlich „nur“ 1991 waren – „immerhin gut 18 Prozent weniger“, so Schmedemann.

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