zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

20. September 2017 | 22:15 Uhr

Gesundheit : In MV mehr Krebsfälle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erkrankungen besonders häufig in Vorpommern

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Hiobsbotschaft am Krankenbett: In MV erkranken jährlich etwa 11 000 Frauen und Männer an Krebs – Tendenz steigend. So hat die Zahl der Neuerkrankungen zwischen 2004 und 2014 um etwa 18 Prozent in MV auf 11 163 zugenommen, geht aus dem Krebsregister der Ost-Länder hervor. Mit dem wachsenden Anteil älterer Menschen rechnen Experten mit einer weiteren Zunahme.

Lesen Sie morgen auf www.svz.de die Geschichte von Sebastian Schramm aus MV. Er scheibt über seine Zeit mit dem Morbus Hodgkin.

Insgesamt lebten Ende 2014 in MV ungefähr 28 200 Männer und 25 000 Frauen, bei denen in den vergangenen zehn Jahren Krebs diagnostiziert wurde, teilte das Gesundheitsministerium gestern im Vorfeld des heutigen Weltkrebstages mit – ein Anteil von 3,6 Prozent der männlichen und 3,1 Prozent der weiblichen Bevölkerung. „Die Diagnose Krebs bereitet Angst und Betroffene haben oft viele Fragen, etwa nach Therapieformen oder psychosozialer Betreuung“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Ihnen werde in MV in den vier Tumorzentren in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Greifswald geholfen. Glawe: „Prävention ist neben der Krebsfrüherkennung ein wesentliches Element, um möglichst lange ein gesundes Leben zu führen.“

Besonders häufig von den neuen Tumorerkrankungen sind Männer in Vorpommern betroffen. Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald meldeten die meisten Krebsfälle je 100 000 Einwohner: 830 bzw. 801 Fälle. Bei Frauen verzeichnen die Hansestadt Rostock und der Landkreis Vorpommern-Greifswald die höchste Krebsquote im Land – 627 bzw. 625 Fälle je 100 000 Einwohner. In Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim werden je 100 000 Einwohner die wenigsten Krebsfälle registriert. Bei Männern sind Erkrankungen von Prostata, Lunge und Darms häufigste Krebsarten. Bei Frauen sind am häufigsten Brust, Darm und Lunge betroffen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen