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WM der Friseure : In der Weltspitze mitfrisiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Drei Schweriner Haarstylistinnen kämpften für Deutschland um WM-Titel

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Nervosität, Zitterpartien und Tränen liegen hinter Valerie-Cecilie Christ (24), Nicol Wolter (38), Susanne Gumbert (24) und ihrem Team vom Schweriner Salon Ortmann-Christ. Nachdem die drei Friseurinnen im Sommer mit drei ersten Plätzen die deutsche Konkurrenz abgebürstet hatten, stellten sie sich in Berlin der „Color Zoom Weltmeisterschaft“: Die 75 besten von mehr als 2500 Friseuren aus 30 Ländern stylten bei der dreistündigen „Live Competition“ um Titel.

„Wir haben uns ein Jahr lang akribisch vorbereitet, das beste Mittel gegen zittrige Hände“, sagt Valerie. Zwischen Idee und Frisur liegen Stapel von Skizzen, Frisur-Entwürfen, Werkzeuglisten und Ablaufplänen. Schließlich muss die Haararchitektur in drei Stunden entstehen, das Designer-Outfit sitzen und das Model strahlen. Fotografin Andrea Müller-Schulz aus Hamburg und Visagistin Sina Velke aus New York begleiteten das Team durch die Vorbereitung und den Wettbewerb. „Wir funktionieren wie eine Familie, brauchen nur wenige Worte, damit alles läuft. Das gibt uns zusätzliche Sicherheit“, erzählt Valerie.

Anreise, Aufbau, Laufsteg-Training für Model und Friseurin – schon der Tag vor dem großen Tag war „Aufregung pur“. Der Wettkampf-Sonntag begann um 4 Uhr: „Bei einer Friseur-WM checken alle alles, was du an hast, wie du gestylt bist, wie du läufst“, sagt die Schwerinerin. Um 5 Uhr saßen die Models unter den Händen von Make-Up-Artist Isabella von Rothkirchs im Hotel still. Gut zwei Stunden später ging es zum Wettkampfort. „Wir hatten eine Stunde, um unseren Arbeitsplatz vorzubereiten – wenig Zeit, und wir waren jetzt ganz auf uns gestellt“, so die 24-Jährige.

Um 9 Uhr ging es los. „In den ersten fünf Minuten zitterten mir richtig die Hände“, erzählt Valerie. Die Sicherheit kam aber schnell zurück, schließlich hatte sie sich 2011 in Miami schon einmal auf den zweiten Platz in der „New Talent Kategorie“ frisiert. Auch dieses Mal lief alles glatt. Die Jury drehte ihre Runden, nahm Arbeitsweise und Skizzen in Augenschein. „Es geht um saubere, akribische Arbeitsweise, wer ungenau oder kleckernd arbeitet, kassiert Abzüge“, so die junge Friseurin.

Um 12 Uhr fiel der Schlussgong im Wettbewerb. „Bei uns und auch bei unseren anderen Mädels lief es glatt“, sagt Valerie. Die Frisuren saßen, die Jury nahm jedes Model einzeln in Augenschein. „Wir zitterten auf den Fluren mit“, sagt die Schwerinerin.

Die Ergebnisse wurden erst bei der Abend-Gala bekannt gegeben. Tränen kullerten, die ganze Anspannung fiel von den jungen Kreativen ab. „Die vorderen Plätze belegten asiatische Kollegen, bei uns hat es nicht gereicht“, sagt Valerie. Trotzdem seien alle zufrieden. „Für uns war die WM die Kirsche auf dem Sahneeis“, zieht Nicol ihr Fazit.
 

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