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Schweriner Volleyballerinnen : In der Champions League angekommen

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Nach dem 3:2-Erfolg der Schweriner Volleyballerinnen in der Champions League gegen den russischen Titelträger Dinamo Kasan spürte SSC-Coach Teun Buijs auch nach einer Nacht noch jede Menge Adrenalin in seinem Körper.

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2012 | 11:08 Uhr

Schwerin | Auch nach einer - allerdings kurzen - Nacht spürte Teun Buijs noch jede Menge Adrenalin in seinem Körper. "Wir waren gut vorbereitet, haben die Taktik gut umgesetzt und davon profitiert, dass Kasan noch lange nicht auf Top-Niveau ist", fasste der niederländische Trainer der Schweriner Volleyballerinnen den 3:2 (-21, 14, 23, -21, 13)-Erfolg des deutschen Meisters in der Champions League gegen den russischen Titelträger Dinamo Kasan - immerhin im Frühjahr noch Drittplatzierter im Final Four der Königsklasse und auch diesmal wieder Mitfavorit - vom Mittwoch abend zusammen. Unmittelbar nach der Partie hatte er vom "besten Spiel, das ich in meiner Zeit in Schwerin gesehen habe" gesprochen.

Aus Anja Brandt, die nach 117 Minuten den vielumjubelten Matchball verwandelt hatte, sprudelte es überglücklich heraus: "Das war hammergeil und hat unheimlich viel Spaß gemacht. Wir wissen, dass wir etwas können und hatten uns als Ziel gesetzt, gut zu spielen. Das hat funktioniert. Wir sind in der Champions League angekommen, die nächsten Gegner können anrollen!"

Die werden sicherlich gewarnt sein nach dem beherzten und vor allem kämpferischen Auftritt der SSC-Damen. Wenn sich auch auf beiden Seiten Licht und Schatten abwechselten, Schwerin übernervös und mit zu viel Respekt in die Partie gegangen war und im vierten Durchgang die Konzentration weg zu sein schien: Eine solch fulminante Leistung bereits im zweiten Pflichtspiel der Saison abzurufen - das nötigt höchsten Respekt ab. "Es war sehr schwer heute, aber wir haben hart trainiert und den Sieg verdient", urteilte denn auch Lousi Souza Ziegler, eine der auffälligsten Akteurinnen an diesem Abend.

Teun Buijs machte für diesen fast schon sensationellen Erfolg aber noch ein weiteres Mosaiksteinchen aus: "Wir hätten vielleicht früher auch in der Champions League in unsere Heimhalle umziehen sollen, dann hätte es vielleicht eher geklappt mit unserem ersten Sieg. Die Fans haben uns unheimlich geholfen." Dem stimmte auch der russische Trainer Rishat Gilyazutdinov zu: "Schwerin hat verdient gewonnen, es war ein tolles Spiel, das uns trotz allem gefallen hat. Die Fans hier sind super, es ist unheimlich schwer, hier zu gewinnen, wenn die Heim-Mannschaft so angefeuert wird", gab er zu Protokoll, um zu ergänzen: "Bei uns in Kasan ist es aber genauso!"

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Schwerinerinnen nicht. Nach einem trainingsfreien Tag für die Stammspielerinnen geht es heute schon weiter mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel: Morgen Abend um 19 Uhr steht der Auftritt bei Aurubis Hamburg an. Der Liga-Mitfavorit ist nach der Auftakt-Niederlage in Aachen (2:3) schon am zweiten Spieltag unter Zugzwang. Teun Buijs lässt sich davon aber nicht beeindrucken: Er ist sicher, mit intensivem Videostudium die richtige Taktik zu finden. Und dann auch für Lousi Souza einen Sieg zu feiern: "Ich habe drei Jahre da gespielt und viele Freunde. Deshalb ist das Spiel für mich etwas ganz Besonderes", sagte die Brasilianerin.

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