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FC Hansa Rostock : In der 90. eiskalt zugeschlagen

vom

Der Frühling beflügelt. Mit drei Siegen hintereinander gab er im Kampf um den Erhalt der 2. Fußball-Bundesliga der Hoffnung neue Triebe. Um die gleiche Zeit des Jahres „erblühten“ die Rostocker schon öfter mal.

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2012 | 08:13 Uhr

Der Frühling scheint den FC Hansa zu beflügeln. Mit drei Siegen hintereinander (1:0 bei 1860 München, 2:1 gegen Düsseldorf und jetzt 1:0 in Cottbus) gab er im Kampf um den Erhalt der 2. Fußball-Bundesliga der Hoffnung neue Triebe. Um die gleiche Zeit des Jahres „erblühten“ die Rostocker schon öfter mal. Vorher gab es drei Dreier in Folge zuletzt in der 3. Liga zwischen dem 2. und 9. April 2011 (Jena 2:1, in Heidenheim 2:1, Dresden 1:0). In der 2. Bundesliga holte der FCH u. a. vom 5. bis zum 17. April 2009 (FSV Frankfurt 2:0, in Fürth 1:0, Oberhausen 3:1) neun Punkte am Stück.

Während Dienstag Abend draußen der Volkszorn kochte und einheimische Fans die Autos der Energie-Profis blockierten, herrschte im Inneren des Stadions der Freundschaft bei den Gästen Hochstimmung. „Grupe, mach dich in die Kabine, hier Interviews zu geben nach dem ersten Spiel“, „blökte“ Torwart und Ersatz-Kapitän Jörg Hahnel grinsend durch die Katakomben. „Die erste Halbzeit“, analysierte „Jockel“ dann ernsthaft, „haben wir uns gegenseitig so ein bisschen aus dem Rennen genommen. In der zweiten waren wir überlegen. Jeder freut sich jetzt mit jedem, dass es so gut läuft. Aber wir brauchen auch am Freitag gegen den FSV Frankfurt ganz dringend drei Punkte.“

Matchwinner war mit dem goldenen Tor in der Schlussminute nicht zufällig Dominic Peitz. Auch in der Lausitz kam bei Weitem nicht jeder seiner Pässe an, doch der 1,96-Meter-Mann ging absolut vorbildlich voran. Mit 82 schaffte er die meisten Ballkontakte (im Vergleich dazu Cottbus’ Bester Ziebig: 61), feuerte mit seinen lila-weißen Schuhen auch am häufigsten auf das FCE-Tor (fünf von 14 Rostocker Schüssen). „Nach dem 1:0“, berichtete Peitz, „bin ich entspannt in Richtung Eckfahne gegangen, um Luft zu schnappen und ein bisschen Zeit für die Mannschaft rauszuholen. In der ersten Hälfte gingen wir noch nicht so überzeugt vorne rein, doch als wir merkten, dass wir den Gegner im Griff haben, kam das Selbstbewusstsein zurück. Wir müssen jetzt aber die Kirche im Dorf lassen und weitermachen.“

Vorlagengeber Michael Blum hatte die entscheidende Szene auch lange nach dem Abpfiff genau vor Augen: „Ich gehe zur Ecke, gucke zur Uhr. Es ist nicht mehr viel Zeit, also konzentriere ich mich noch mal besonders. Dominic steigt hoch und macht das Kopfballtor. Was Besseres gibt es nicht, als in der 90. Minute zu gewinnen!“
Robert Müller hatte da keine andere Meinung: „Wir sagten uns, irgendwann kommt das Glück zurück, und so ist es jetzt. Wir haben in der 90. eiskalt zugeschlagen und wegen der guten Chancen in der zweiten Halbzeit verdient gewonnen.“


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