Landessportbund : In Bewegung für mehr Bewegung

Mehr als 60 000 Kinder treiben in Mecklenburg-Vorpommern in Vereinen regelmäßig Sport.
Mehr als 60 000 Kinder treiben in Mecklenburg-Vorpommern in Vereinen regelmäßig Sport.

Sportbund will engere Zusammenarbeit mit Schulen und fordert vom Bildungsministerium eine Überarbeitung des Fördergesetzes

svz.de von
30. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Der Wechsel des Bereiches Sport vom Innen- in das Bildungsministerium eröffnet nach Einschätzung des Landessportbundes neue Möglichkeiten für engere Verflechtungen von Schule und Sport. „Es ist unser erklärtes Ziel, die Kooperationen spürbar auszubauen und noch mehr Kinder für regelmäßiges Sporttreiben zu begeistern“, sagt der neu gewählte Sportbund-Präsident Andreas Bluhm.

Nach seinen Angaben kooperieren bislang 179 der 1900 Sportvereine im Programm „Gemeinsam Sport in Schule und Verein“ mit 258 Bildungseinrichtungen. So böten Trainer etwa im Rahmen von Ganztagsschulen regelmäßiges Training in Sportarten wie Leichtathletik, Tischtennis oder Volleyball an. Da viele Übungsleiter aber noch im Arbeitsprozess stünden, sei die Sicherstellung nachmittäglicher Trainingszeiten mitunter schwierig. „Wir haben zwar viele fitte Ruheständler, die sich ehrenamtlich um den sportlichen Nachwuchs kümmern, wollen aber auch jüngere Trainer ausbilden und einbinden“, so Bluhm.

Als drängende politische Aufgabe sieht der Landessportbund-Chef die Überarbeitung des Sportfördergesetzes. „Seit Jahren ist die Fördersumme des Landes bei 8,7 Millionen Euro festgeschrieben, obwohl die Zahl unserer Mitglieder auf inzwischen 245 00 gestiegen ist“, verdeutlicht er. „Zudem bekommen auch wir Preissteigerungen zu spüren und müssten die Löhne für Trainer an die Tarifentwicklung anpassen, wenn wir gute Leute halten oder zu uns holen wollen“, fügt er hinzu und begründet so die Forderung nach höheren Zuschüssen.

Gebe es im Landtag dafür keine Mehrheit, sinke die Pro-Kopf-Förderung weiter. Derzeit würden für jedes Mitglied im Schnitt vier Euro zur Verfügung stehen. Das Land fördere den Sportstättenbau in diesem Jahr zudem mit 3,3 Millionen Euro. Dazu kämen Projektmittel im Gesamtumfang von etwa 800 000 Euro, unter anderem für den Kauf teurer Großsportgeräte, für Jugendarbeit oder Integration.

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