Kriminalität : Immer weniger Strafgefangene in Mecklenburg-Vorpommerns Gefängnissen

<p>Es gibt weniger Häftlinge in MV</p>

Es gibt weniger Häftlinge in MV

Die jüngste Häftlingszählung ergab: In den Gefängnissen sind Betten frei - und es wird dort internationaler

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11. Juni 2018, 05:00 Uhr

Die Zahl der Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten in Mecklenburg-Vorpommern ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren gefallen. Ende März saßen in den fünf Justizvollzugsanstalten des Landes 850 Verurteilte und elf Sicherungsverwahrte ein - 46 weniger als ein Jahr davor, wie das Justizministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Hinzu kamen 177 Untersuchungshäftlinge.

Die Zahl der Inhaftierten geht im Land kontinuierlich zurück. So wenige wie Ende März dieses Jahres waren es zuletzt 1996, als das Statistische Landesamt 835 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte auswies. Der Höchststand war 2005 mit 1414 erreicht worden.

Die Landesregierung hat reagiert und löst bis Jahresende die Justizvollzugsanstalt Neubrandenburg auf, damit die anderen vier Haftanstalten in Waldeck, Bützow, Stralsund und Neustrelitz besser ausgelastet werden. Diese haben zusammen immer noch rund 1200 Plätze.

Von Anfang Juli bis Ende September sollen die Gefangenen aus Neubrandenburg in andere Anstalten im Land verlegt werden. Von den 91 Mitarbeitern, die die Schließung lange erwartet hatten, soll niemand entlassen werden. Es würden Versetzungen angeboten, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Die Jugendarrestanstalt in Wismar ist schon 2014 geschlossen worden. Dort soll jetzt ein Hostel entstehen.

Frauen stellen nach wie vor eine ganz kleine Minderheit in den Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns. Von den insgesamt rund 1070 Insassen Ende März waren den Angaben zufolge 45 weiblich.

Dafür wird es hinter Gittern internationaler: Der Anteil der Ausländer stieg binnen eines Jahres von 10 auf 15 Prozent.

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