Statistik : Immer weniger deutsche Kleingärtner

Zwerg im Kleingarten
Zwerg im Kleingarten

Die Kleingärtner in Deutschland werden weniger, aber jünger

svz.de von
06. September 2015, 08:45 Uhr

Die Kleingärtner in Deutschland werden weniger, aber jünger. Wie der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde, Stefan Grundei, gestern sagte, ist die Zahl der Parzellen in ganz Deutschland innerhalb von vier Jahren von rund einer Million auf 950 000 gesunken. Gleichzeitig liege der Anteil junger Familien mit Kindern bei den Neuverpachtungen bei rund 40 Prozent.

Die Kleingärten seien auch attraktiv für Migranten, ihr Anteil liege bei 7,5 Prozent – mit steigender Tendenz. Grundei: „Es gibt kaum etwas Bunteres – wenn man über den Migrationshintergrund spricht – als das Kleingartenwesen.“ Verbandspräsident Peter Paschke ergänzt: „Wir wollen deutlich machen, welchen Mehrwert das Kleingartenwesen für die Gesellschaft bringt“. Deshalb verstärkten viele Vereine den Kontakt zu Kitas und Schulen, um bei Natur- und Umweltbildung mitzuwirken.

Auch nach Möglichkeiten, Asylsuchende mit der Kleingartennutzung vertraut zu machen, werde gesucht. Es sei zwar verboten, Kleingärten zum Wohnen und Übernachten zu nutzen. Aber freie Parzellen könnten zusammen mit Asylbewerbern bebaut werden. Die Gärten würden so zur Begegnungsstätte werden, sagt Paschke.

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