Kriminalitätsstatistik : Immer mehr Wohnungseinbrüche

Die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Ludwigslust stellen  Polizeidirektor Hans-Peter Günzel (l.) und der Erste Kriminalhauptkommissar Torsten Paetow (r.) vor.
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Die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Ludwigslust stellen Polizeidirektor Hans-Peter Günzel (l.) und der Erste Kriminalhauptkommissar Torsten Paetow (r.) vor.

Das zeigt die Kriminalitätsstatistik aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, die in Ludwigslust vorgestellt wurde

svz.de von
27. März 2014, 09:16 Uhr

„Im Grunde haben wir eine positive Statistik, sofern man sie als ganzes betrachtet, die Aufklärung hat zugenommen und die Bevölkerung ist sensibilisiert“, so das Fazit des Leiters der Polizeiinspektion Ludwigslust Hans-Peter Günzel. Im gestrigen Pressegespräch mit dem Polizeidirektor sowie dem Ersten Kriminalhauptkommissar und stellvertretendem Leiter des Kriminalkommissariats Torsten Paetow wurde zwar bestätigt, dass die Gesamtzahl aller angezeigten Straftaten gegenüber des Vorjahres um 276 auf nunmehr 13 422 angestiegen ist, „aber die Aufklärungsrate konnte um knapp zwei Punkte gesteigert werden“. Das sind fast zwei Drittel der Fälle, die bei der Justiz landen. „Ganz besonders ist diese Steigerung darauf zurück zu führen, weil die Bevölkerung sensibilisiert ist und verstärkt mitarbeitet“, lobt der Polizeichef, denn „ohne diese Hilfe wären die Erfolge nicht da“. So gibt es viele Hinweise auf verdächtige Fahrzeuge oder Personen in Wohngebieten, die sich auffällig verhalten. Gerade die Haus- und Wohnungseinbrüche haben in der Vergangenheit stark zugenommen. So wurden zwischen Schaalsee und Plauer See in 159 Wohnungen eingebrochen, allein in den Regionen Plau, Lübz, Goldberg, Parchim und Sternberg immerhin 42 Mal. Parchim war der Mittelpunkt der Einbrecher, allein in der Kreisstadt wurden 15 Einbrüche gemeldet, mehr als eine Verdopplung gegenüber 2012. Auch im Amt Goldberg-Mildenitz hat sich mit neun Fällen leider verdoppelt. Im Amt Eldenburg Lübz (7), im Amt Plau am See und im Amt Sternberger Seenlandschaft (5) gab es weniger Wohnungseinbrüche als im Jahr 2012. Zur besseren Aufklärung hat die Inspektion vor kurzem eine Ermittlungsgruppe gebildet. Durch diese Konzentration erhoffen sich die Ermittler mehr Aufklärung, da die Taten mehr und vor allem schneller miteinander verglichen werden können.

Zu den schwersten Straftaten gehören die Taten, die sich gegen das Leben richten. Im Inspektionsbereich gab es sechs Taten, die als Mord, Totschlag oder fahrlässige Tötung klassifiziert werden. Fünf Fälle ereigneten sich in unserer Region, so in den Amtsbereichen Sternberger Seenlandschaft und Eldenburg Lübz. Auch die Rauschgiftkriminalität hat zugenommen. Zu den 581 Fällen zählt auch der Fund in Dabel in einem ehemaligen Wohnheim der NVA. Die Polizei hat dort eine Aufzuchtstation von Marihuana in nicht geringer Menge entdeckt. „Eine Vielzahl der Delikte konnte durch verstärkte Kontrollen aufgedeckt werden.“

Besorgniserregend ist die Zunahme von Autodiebstählen. Die Zahl stieg von 82 auf sage und schreibe 174. Leider ist die Aufklärungsrate um knapp zwei auf 37,65 Prozent zurück gegangen. Hier scheint sich, wie in anderen Fällen auch, die nahe A 24 bemerkbar zu machen. Schnell geklaut und schnell auf der Autobahn möglichst weit weg, ist das Motto der Diebe.
Man sollte aber nicht meinen, dass es die heutige junge Generation ist, die als Täter in Frage kommen. Von 5519 Tatverdächtigen waren 1013 Personen maximal 25 Jahre alt.

Angesichts der Personalstärke in der Inspektion, die durchaus knapp bemessen ist und auch zukünftig nicht besser werden wird, sind die Ergebnisse aber gut. „Unsere Beamten arbeiten effektiv, die Einrichtung des Kriminaldauerdienstes hat sich bewährt und die Prävention zeigt auch Früchte, denn ohne die Hinweise aus der Bevölkerung wären wir deutlich schlechter dran“, so der Polizeichef.



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