Verfassungsschutzbericht für MV : Immer mehr rechte Straftaten im Land

Ein Teilnehmer einer NPD-Kundgebung trägt am 01.05.2016 in Schwerin eine NPD-Fahne.
Foto:
1 von 1

Ein Teilnehmer einer NPD-Kundgebung trägt am 01.05.2016 in Schwerin eine NPD-Fahne.

Innenminister Caffier legt Verfassungsschutzbericht für 2015 vor: Rechtsextremistische Straftaten haben in Mecklenburg-Vorpommern wieder zugenommen. Nach den jüngsten Anschlägen in Bayern rückt auch die Gefahr islamistischer Gewalttaten noch mehr in den Fokus. Viel Arbeit für den Verfassungsschutz, der für 2015 Bilanz zieht.

svz.de von
16. August 2016, 08:08 Uhr

Die Befürchtungen von Innenminister Lorenz Caffier (CDU), dass mit der wachsenden Zahl von Asylsuchenden auch rechtsextremistische Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern wieder zunehmen, haben sich bestätigt. 2015 gab es nach Erhebungen des Ministeriums 94 Gewaltdelikte von Rechtsextremisten. Das waren fast drei Mal so viele wie 2014. Eine solches Entwicklung hatte Caffier im vorigen Sommer bei der Vorlage des Verfassungsschutzberichtes vorhergesagt. Am Dienstag (13.00 Uhr) präsentiert er in Schwerin den Behördenbericht für das Jahr 2015.

Neben der Auflistung der politisch motivierten Straftaten, über die Caffier bereits im April informiert hatte, gibt der Bericht auch Auskunft über Entwicklungen innerhalb der rechten und auch der linken Szene.

Dem gesamten rechten Spektrum rechnete der Verfassungsschutz im Vorjahr 1400 Personen zu. Etwa die Hälfte der Rechtsextremisten galt als gewaltbereit. Allerdings zeichneten sich Verschiebungen ab. Die Zahl der NPD-Mitglieder ging laut Bericht leicht zurück, während die Zahl nicht parteigebundener Neonazis wuchs. Der linksextremistischen Szene wurden landesweit 410 Mitglieder zugerechnet.

Der islamistische Terrorismus wird als latente Gefahr gesehen, die Behörden gingen auch konkreten Hinweise nach. So wiesen laut Caffier im Vorjahr fünf Straftaten im Land Bezüge zum Islamismus auf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen