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Start Aufklärungskampagne : Immer mehr Jugendliche im Vollrausch

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Sich sinnlos betrinken und total die Kontrolle verlieren - das ist bei zahlreichen Jugendlichen rund um Güstrow und Teterow keine Seltenheit. Nach Erkenntnissen der DAK steigt die Zahl jugendlicher Komasäufer weiter an.

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erstellt am 12.Jan.2012 | 07:24 Uhr

Güstrow | Sich sinnlos betrinken und total die Kontrolle verlieren - das ist bei zahlreichen Jugendlichen rund um Güstrow und Teterow keine Seltenheit. Nach Erkenntnissen der Güstrower Krankenkasse DAK steigt die Zahl jugendlicher Komasäufer weiter an. Im Jahr 2010 kamen in der Region 28 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut offizieller Landesstatistik stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2009 um 22 Prozent. "Im Vergleich zum Jahr 2006 sind die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in der Region Güstrow/Teterow sogar um 40 Prozent angestiegen", sagt Christiane Köster von der DAK Güstrow. Die Krankenkasse setzt daher ihre Präventionskampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" fort.

Der Anstieg rund um Güstrow ist gegen den Landestrend. Auf Landesebene gab es im Jahr 2010 in Mecklenburg-Vorpommern erstmals einen deutlichen Rückgang von zwölf Prozent, nachdem zuvor die Fälle alkoholbedingter Krankenhausbehandlungen seit Jahren konstant hoch waren. In der Altersgruppe zwischen zehn und 15 Jahren landeten 2010 zum Beispiel 82 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Im Vorjahr waren es noch 96 Behandlungen. Die Zahl der betroffenen Mädchen war mit 38 etwas geringer als die Anzahl der betroffenen Jungen mit 44. In der Altersgruppe der 15- bis 20-jährigen Mädchen gab es einen Rückgang um 16 Prozent auf 101 Fälle.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung setzt die Krankenkasse ihre Präventionskampagne "bunt statt blau" fort. Derzeit werden bundesweit 11 000 Schulen angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Als bundesweite Schirmherrin unterstützt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, die Aktion gegen den zunehmenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Beim DAK-Plakatwettbewerb "bunt statt blau" hatten 2011 mehr als 12 000 Schüler mit Kunst und Kreativität ein Zeichen gegen das Komasaufen gesetzt. "Wir werden das Thema erneut gemeinsam mit den Schulen in unserer Region auf den Stundenplan nehmen, um hier eine langfristige Trendwende zu erreichen", so Christiane Köster.

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