Mecklenburg-Vorpommern : Immer mehr Jugendliche depressiv

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In Mecklenburg-Vorpommern sind im bundesweiten Vergleich viele junge Menschen von psychisch bedingten Erkrankungen betroffen.

svz.de von
15. Mai 2018, 12:00 Uhr

Wie die Krankenkasse Barmer gestern in Schwerin berichtete, erhielten im Nordosten im Jahr 2016 rund 31 000 Menschen zwischen 18 und 25 Jahren bzw. 29,5 Prozent eine Diagnose wegen einer psychischen Krankheit. Der Bundesdurchschnitt lag bei 25,8 Prozent, nur in den Bundesländern Bremen und Berlin seien in dieser Altersgruppe mehr Betroffene registriert worden. Basis dieser Zahlen ist der Arztreport der Barmer, der auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet wurde, wie ein Sprecher sagte.

Barmer-Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach sprach von einer „alarmierenden Entwicklung“. So habe sich der Anteil derer, die in dieser Altersgruppe an einer Depression erkrankten, von 2006 mit 3,58 Prozent bis zum Jahr 2016 mit 6,89 Prozent nahezu verdoppelt. Dabei würden im jungen Erwachsenenalter entscheidende Weichen für das berufliche und private Leben gestellt. Deshalb gebe es einen großen Bedarf an niedrigschwelligen Angeboten, die psychische Erkrankungen verhindern oder gleichzeitig junge Erwachsene frühzeitig erreichen, bei denen Depressionen oder Angstzustände ausgebrochen sind.

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